Dein Gründungs-Reise-Tagebuch schreiben

von | 10.08.2020 | Visionen & Ziele

Sommerzeit ist für mich Reisezeit! Und für gewöhnlich verbringe ich seit nunmehr 11 Jahren (!) 3 Wochen meines Sommers im Italienischen Abano – mit seinen Hügeln im Hintergrund, gutem Essen und köstlichem Wein, Sonne im Übermaß und jeder Menge Kultur. Ein Ort der Inspiration und des Genusses. Das ist eine meiner Kreativ-Auszeiten, die ich mir regelmäßig gönne. Und was gibt es da Schöneres, als ein tolles Buch in der Hand zu haben …

Wenn Reisen und Bücher für Dich genauso faszinierend sind wie für mich, dann ist ein Gründungstagebuch sicher auch genau das richtige für Dich. Vielleicht wolltest Du sowieso schon immer mal ein Buch schreiben? Dann ist jetzt der beste Moment.
Fang mit einem Tagebuch Deiner Gründung oder eines neuen Projektes an.

“Und, wozu soll das Tagebuch gut sein”, fragst Du Dich? Was ist Dein Mehrwert?

Die ersten Tagebücher sind als assyrische Tontafeln aus der Antike bekannt. Aufwind bekam das Tagebuchführen in Europa in der Renaissance und wurde durch die Herstellung von Papier begünstigt.
Tagebücher werden von Menschen also schon seit Jahrtausenden geschrieben – aus gutem Grund. Und auch, wenn man heute eher von Journaling spricht, hat sich die Tradition bis in die Gegenwart gehalten.
Hier sind ein paar Argumente für Deinen ganz persönlichen Mehrwert, den Du aus solch einem Gründungs-Tagebuch ziehen kannst.

  • Wo wir gerade ohnehin bei Italien waren: Goethes „Italienische Reise“ ist ein perfektes Beispiel. Hier hat er all seine Beobachtungen, Eindrücke, Erlebnisse, Reflexionen beschrieben und genau das ist es, was solch ein Reise-Tagebuch ausmacht.
  • Daneben kann es aber noch viel mehr: hier kannst Du Dinge reinschreiben, über die Du vielleicht noch nicht sprechen willst, noch Unklares, Unverarbeitetes, neue Ideen, die im wahrsten Sinne des Wortes noch nicht „spruchreif“ sind.
  • Es geht aber auch um Gefühle. Wenn etwas schiefläuft, kannst Du Dir in Deinem Tagebuch Luft machen, Abstand gewinnen. Gut also für Deine Seelenhygiene. Diese Wirkung ist übrigens auch wissenschaftlich erwiesen.
  • Solch ein Tagebuch macht auch Deine Erfolge nachvollziehbar – es kann Dir also als „Bewahrer“ Deiner Ideen und Taten sowie als Chronik dienen. Du hast so viele kluge Gedanken schon im Verlauf eines einzigen Tages. Sie sind es wert, erhalten zu bleiben.
  • Du kannst Gedankensplitter notieren und Dinge aus dem Alltag, die Dich inspirieren.
  • Dein Gründungs-Buch hilft Dir, Deine Arbeit wertzuschätzen. Es gibt ja Tage, da bist Du nicht unmittelbar mit der Umsetzung eines Projektes beschäftigt, aber Du hängst dem einen oder anderen Gedanken nach, der Dir gerade durch den Kopf geht; Du sprichst vielleicht mit anderen darüber, recherchierst im Netz oder schreibst einen Facebook-Kommentar. Dies alles trägt zu Deinem Vorankommen bei und es lohnt sich, all diesen Schnipseln einen Ort der Erinnerung zu geben.
  • Manche Projekte dauern einfach länger und können einem das Gefühl geben, überhaupt nicht voranzukommen. Mit dem Gründungsbuch kannst Du jeden einzelnen Schritt nachvollziehen. Das gibt Dir Mut und Zuversicht zum Dranbleiben!
  • Aber natürlich ist Dein Gründungsbuch auch ein ehrlicher Spiegel für all das, was Du getan oder auch nicht getan hast.
  • Ich könnte hier noch weitere Punkte aufführen, aber Dir fallen bestimmt auch noch ein paar ein?

Dann bist Du schon bereit für den nächsten Schritt.

Wie kannst Du es angehen mit dem Schreiben Deines Gründer-Tagebuchs?

  • Der Weg ist ganz einfach: Du entscheidest Dich, ob Du es in Papierform oder digital führen willst. Ich selbst mag die Papierform und kaufe mir am liebsten auf Reisen ein Buch mit einem inspirierenden Einband.
  • Dann trägst Du das jeweilige Datum ein und schreibst darunter, wie es Dir ergangen ist.
  • Sammele auch Zeitungsnotizen, interessante Buchtipps, Beiträge & Links, die mit Deiner Gründung oder Deinem Projekt zu tun haben.
  • Nimm einen Stift oder klapp Deinen Laptop auf und los geht´s! „Mach schwarz auf weiß“ heißt ein alter Spruch, um Schreibblockaden aufzulösen.
  • Dranbleiben!? Es wäre natürlich toll, wenn Du dem Namen des Tagebuches alle Ehre machst und es tatsächlich täglich füllst. Aber das ist für die meisten eine Illusion. Bevor Du also nach einer Pause frustriert bist und gar nichts mehr notierst, schlage ich Dir vor, es an einen Ort zu legen, wo es Dir immer wieder ins Auge fällt.
  • Dann blättere es einfach noch einmal durch, freue Dich an dem bereits Geschriebenen, ergänze wichtige Dinge aus den letzten Tagen und führe es einfach weiter.

Schicke uns gerne einen Kommentar zu Deinen Erfahrungen! Wir freuen uns darüber!
Viel Spaß beim Schreiben!
Deine Kathrin

Kathrin Scheel – Expertin für Organisationsentwicklung

Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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