Fit for Spring-Challenge. Wer bin ich und was hat das mit Employer Branding zu tun?

von | 01.04.2019 | Employer Branding, Kultur & Werte

Trainierten Führungskräften gelingt es signifikant besser, „in der Wahrnehmung ihrer Mitarbeitenden eine Atmosphäre von Stärke und Vertrauen zu entfalten. Gleichzeitig steigt in der Selbstwahrnehmung der trainierten Führungskräfte ihre eigene Führungsmotivation.“ Das ist das Ergebnis einer Wirksamkeitsstudie zum Zürcher Ressourcenmodell. [1]

Wenn Du uns kennst, dann kennst Du uns: Für uns hört Erfolg nicht mit Deinem Beruf auf und fängt auch nicht dort an. Erfolg fängt vielmehr bei Dir an. Bei Dir als Mensch, bei Dir als Persönlichkeit. Dazu gehört auch, dass Du Dich selbst gut kennst. Dass Du eine klare Vision hast, Werte, hinter denen Du zu 100 % stehen kannst. Und dass Du Dich gut um Dich kümmerst. Dass Du körperlich und mental fit und im Einklang mit Dir bist. All das ist unserer Ansicht und Erfahrung nach ausschlaggebend für Deinen privaten und beruflichen Erfolg. Und deshalb haben wir für den März eine besondere Blogreihe für Dich vorbereitet:

Unsere Fit for Spring – Challenge.

Jetzt, zum Frühlingsanfang, wird sich auf unserem Blog alles um Dich drehen. Nimm Dir die Zeit, um das Fundament für all Deine beruflichen und privaten Erfolge einmal einem gründlichen und kritischen Frühjahrsputz zu unterziehen. Und um diese Themen wird es gehen:

  1. Thema heute ist Klarheit. Wer bist Du? Wo liegen Deine Stärken – und wo Deine Schwächen?
  2. In der nächsten Woche steht Dein Mindset im Vordergrund. Welche Glaubenssätze prägen Dein tägliches Handeln tatsächlich? Was hält Dich zurück, was blockiert Dich? Welche Werte beeinflussen Deine täglichen Entscheidungen? Welche Vision lässt Dich jeden Morgen aufstehen? Die richtige mentale Ausrichtung ist ausschlaggebend für Deinen Erfolg.
  3. Im dritten Teil dreht sich alles um Deine körperliche Gesundheit. Einfache Tipps, die Du schnell und einfach in Deinen Alltag integrieren kannst und die Dir so zu mehr Fitness, Kraft und Wohlbefinden verhelfen.
  4. Im vierten und letzten Teil befassen wir uns dann noch mit dem wichtigen Thema Loslassen. Und ein bisschen mit Ostern, denn das steht dann quasi schon vor der Tür.

Lern Dich noch besser kennen

Du selbst bist der Ausgangspunkt für all Deine Erfolge, ob nun beruflich oder privat. Wenn Du nicht ausreichend Klarheit darüber hast, wer Du wirklich bist, was Deine Stärken und Schwächen sind, dann wird es für Dich schwierig werden, ein erfolgreiches Business auf- und auszubauen. Denn dann wird es Dir – und Deinen Partnern und Mitarbeitern! – immer an der nötigen Klarheit und inneren Stärke und Konsistenz fehlen. Deshalb steht im ersten Teil unserer Fit for Spring-Challenge niemand anderes im Mittelpunkt als Du selbst.

Ich zeige Dir gleich eine Übung, die erfahrungsgemäß sehr wirksam und tiefreichend ist. Aber natürlich bringt auch die beste Übung nur dann etwas, wenn sie gewissenhaft ausgeführt wird. Also, hol Dir eine Tasse Tee, schnapp Dir Stift und Papier und nimm Dir einen Moment Zeit für Dich.

Übung: Eigenschaften verinnerlichen und Schwächen in Stärken umwandeln

Hast Du alles? Dann schreibe nun mindestens 10 Eigenschaften auf, die Dich selbst beschreiben. Sei dabei ehrlich zu Dir, nenne sowohl Deine Stärken als auch Deine Schwächen – außer Dir selbst liest den Zettel ja niemand. Wenn Dir keine Eigenschaften im Sinne von Adjektiven mehr einfallen (z.B. gesellig, klug, ungeduldig, kreativ, selbstkritisch …), dann kannst Du gerne auch die Dinge aufschreiben, die Du gerne machst. Auch das gibt sehr viel Aufschluss über Deine Persönlichkeit.

Es ist sehr wichtig, dass Du so viele Charakteristika wie möglich sammelst, sonst wirst Du an der Oberfläche hängenbleiben.

Wenn Du mit Deiner Liste fertig bist, dann frag als nächstes ein paar Freunde und Deine Familie: Wie schätzen die Dich ein? Frage sie ganz konkret: „Was denkst du, wie bin ich? Was macht mich deiner Meinung nach aus?“ Mach Dir auch hier Notizen und gleiche das mit Deiner eigenen Liste ab. Nochmal: Es ist sehr wichtig, dass Du ehrlich bist! Auch wenn Dir manches vielleicht nicht so sehr gefällt, unsere Schwächen gehören genauso zu uns wie unsere Stärken; niemand von uns wäre komplett, wenn er nicht beides hätte. Und so manches Mal stellt sich eine Schwäche auch als Stärke heraus, wenn man sie in einem anderen Blickwinkel betrachtet.

Natürlich sehen unsere Freunde und vor allem unsere Familie auch manchmal etwas in uns, was gar nicht (mehr) da ist. Das gilt vor allem für unsere Ursprungsfamilie, zum Beispiel, wenn Deine Mutter sagt: „Als Kind warst du immer so interessiert an Technik.“ Manchmal haken sich solche Erfahrungen bei unseren Eltern so fest, dass sie bis heute unvergessen sind; auch wenn Du Deinen technischen Wissenshunger schon mit Deinem Technikbaukasten in der Kindheit vollkommen gestillt hast. In so einem Fall freu Dich über das gute Gedächtnis Deiner Mama und nimm „technikaffin“ einfach nicht in Deine Liste mit auf.

Gewinn: Wie Du Deine Stärken und Schwächen im Alltag optimal nutzt

Nimm Dir als nächstes Deine aktuelle Aufgabenliste und gleiche diese einmal mit Deinen Stärken und Schwächen ab. Versuche neutral zu beurteilen: Welche Aufgaben werden Dir sehr leicht fallen, weil Du die nötigen Skills dafür mitbringst?

Und für welche wirst Du eher länger brauchen, weil Du Dich in das Thema einarbeiten musst oder weil das vielleicht eine Aufgabe ist, die Du einfach nicht so gerne machst? Letztere delegierst Du – am besten an denjenigen oder diejenige aus Deinem Team, die für diese Aufgabe ein besonderes Talent hat!

Das ist eines der größten Geheimnisse erfolgreicher Menschen:

Wir sind besser, wenn wir nicht alles selbst machen! Gerade Führungskräften fällt es oft schwer, Aufgaben in andere Hände zu geben. Und gleichzeitig werden gerade Deine Mitarbeiter am meisten davon profitieren, wenn Du es doch tust!

In unserem eBook zum Employer Branding haben wir deshalb ein ganzes Kapitel dem Thema gewidmet, wie Du den Talenten Deiner Mitarbeiter auf die Spur kommst.

Nimm Dir abschließend nochmal Zeit, Deine Liste einfach auf sich wirken zu lassen. In aller Regel ist es eine gute Liste mit wesentlich mehr Stärken als Schwächen. Und nochmal: Auch Deine vermeintlichen Schwächen können sich in vielen Situationen als Stärken entpuppen.

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Hierzu abschließend eine kleine Geschichte:

Es war einmal eine Frau, der wurde Zeit ihres Lebens erzählt, sie würde zu viel reden. Das sei ihre große Schwäche: Sie rede einfach zu viel. Nun stand die Frau immer, wenn sie neue Leute kennenlernte, vor einem großen Dilemma: Entweder, sie versuchte mit aller Kraft zu schweigen. Dann fand man sie irgendwie komisch, nicht authentisch. Oder, sie redete, wie es nun mal ihre Natur war, dann ärgerte sie sich später über sich selbst, weil sie wieder einmal ihrer Schwäche nachgegeben hatte. Erst Jahre später sagte jemand den alles verändernden Satz zu ihr: Was ist, wenn das Reden nicht deine Schwäche, sondern deine große Stärke ist?
Noch ein paar Jahre später bezahlte man ihr sehr viel Geld dafür, dass sie redete.
Wessen Geschichte das ist? Die Rede ist von Vera F. Birkenbihl, eine der erfolgreichsten Management-Trainerinnen unserer Zeit.

Welche Stärken liegen in Deinen vermeintlichen Schwächen? Hol Dir am besten noch eine zweite Tasse Tee, denke darüber nach und wenn Du Lust hast, schreib uns!

Wir freuen uns!

Herzlichst Deine
Juliane Scheel

[1] Storch, Maja, Krause, Frank, Selbstmanagement-ressourcenorientiert, Verlag Hans Huber, 2011, S. 232

Juliane Scheel – Expertin für Organisationsentwicklung

Juliane Scheel

Juliane Scheel ist studierte Kommunikations­wissenschaftlerin (M.A. Interkulturelle Kommunikation) und arbeitet als aktive Texterin und Lektorin sowohl im wirtschaftlichen als auch im akademischen Bereich. Zudem gibt sie Seminare und Schreib­beratungen und ist damit zeitsprungs Fachfrau rund um die Themen Text und Kommunikation.

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