Zu wenig Zeit für Ihr Employer Branding? Warum Sie das Thema agil angehen sollten

Führung & Unternehmenskultur Kathrin Scheel

Zeitmanagement - Agile Mehoden für Employer Branding

Nutzen Sie agile Methoden für Ihren Employer Branding-Prozess!

Weshalb ist das sinnvoll?

Eine kurze Einführung zum Ansatz eines agilen Employer Brandings haben wir bereits in unserem Blogbeitrag "Agiles Employer Branding oder: Praktische Tipps für die Entwicklung Ihrer Arbeitgebermarke" gegeben.
 
Heute möchten wir noch einmal unterstreichen, dass gerade das Employer Branding förmlich nach einem agilen Ansatz schreit.

 

3 gute Gründe für agiles Employer Branding, die sicher auch Sie überzeugen:

 

1. Grund: Weil Employer Branding ein komplexes Thema ist

Employer Branding ist ein komplexes Thema in einem komplexen Umfeld. Gerade für solche Themen sind agile Methoden besonders geeignet. Oft sehen unsere Kunden ihr Employer Branding als einen rieisigen Berg, der sich vor ihnen aufbaut und sie wissen nicht, wie sie den Gipfel je erreichen sollen. Agiles Herangehen bietet die Lösung: Sie unterteilen Ihren EB-Prozess in kleine, überschaubare Schritte und können diese den sich entwickelnden Bedingungen immer wieder anpassen.


2. Grund: Weil Flexibilität gefordert ist

Ihre Herausforderungen als Personaler sind enorm. Organisationen befinden sich im ständigen Wandel, was Sie sehr schnell zu spüren bekommen. Die Anforderungen an Ihre Mitarbeiter ändern sich ebenso rasant wie deren Wünsche an den Arbeitgeber.
Agiles Arbeiten bietet wie kaum ein anderes Vorgehen die Möglichkeit, den Status Quo immer wieder abzufragen und den Bedürfnissen entsprechend anzupassen.


3. Grund: Weil es im Alltag (noch!) zu häufig wegrutscht

Oft klagen Personaler darüber, dass sie ihr Employer Branding engagiert angehen, es dann im Alltag aber doch immer wieder anderen – vermeintlich wichtigeren – Aufgaben zum Opfer fällt. Agiles Arbeiten ermöglicht und fördert aus unserer Sicht wie kaum ein anderes Projektmanagement das Dranbleiben am Thema.

 

Was spricht noch für ein agiles Arbeiten in Ihrem Employer Branding-Prozess? Das Produkt und das Produktumfeld

 

Es gibt bestimmte Rahmenbedingungen, die für ein agiles Arbeiten sprechen. Folgt man Jörg Preußig und seinem Buch zu agilem Projektmanagement, so beziehen sich diese Rahmenbedingungen

  1. auf das Produkt an sich und
  2. auf das Projektumfeld

 

Zu 1. konkret: Wie sieht es mit dem Produkt an sich aus?

  • Relativ kleine Projektteams
    Das passt wie angegossen. Sie können mit relativ kleinen Projektteams starten. Schauen Sie, wie die Mitarbeiterstruktur in Ihrem Unternehmen aussieht und achten Sie darauf, dass in Ihrem Projektteam (4-9 Mitarbeiter) alle Zielgruppen Ihres Employer Branding-Prozesses vertreten sind.
  • Projektteam an einem Standort
    Nach den Richtlinien für ein agiles Projekt sollten alle Mitglieder eines Projektteams an einem Standort sein. Das ist auch ein Punkt, den Sie erfüllen können. Falls Sie mehrere Standorte haben: Bilden Sie Teams pro Standort, die dann wiederum in einen Austausch miteinander treten.
  • Einzelne Spezialisten, eher Generalisten
    Wenn Sie vor allem Ihre Mitarbeiter in den Prozess des Employer Branding einbeziehen, sind Sie im Hinblick auf die Forderung von Generalisten schon einmal gut aufgestellt. Hier können Sie dann noch schauen, wer von den einzelnen Projektmitgliedern auch Spezialist ist oder dies werden möchte – also sich in bestimmte Themenbereiche „reinhängen“ will.
  • Das Produkt ist in Teilprodukte zerlegbar
    Wir sehen Employer Branding viel eher als Prozess denn als fertiges, lieferbares Produkt und würden die Rahmenbedingungen deshalb in diesem Fall umbenennen: Der Employer Branding Prozess ist in Teilprozesse zerlegbar.
    Und hieran besteht kein Zweifel. Ihr Employer Branding ist so komplex und vielseitig, dass es einer Vielzahl von Prozessen bedarf, um es sinnvoll anzugehen.
  • Der Gesamtaufwand ist in viele kleine Aufgaben zerlegbar
    Dieses Kriterium ist definitiv erfüllt. Schauen Sie selbst: in unserem eBook zum Employer Branding (Link zum eBook) entdecken Sie ein umfassendes Bild von dem, was Ihre Arbeitgebermarke ausmacht – und das sind eine Menge von Aufgaben. Aber, wie heißt es so schön: Große Veränderungen vollziehen sich durch eine Vielzahl kleiner Schritte. Es wird Ihnen also leicht fallen, Ihr Gesamtengagement in viele kleine Schritte zu zerlegen. 

 
Zu 2. konkret:  Wie sehen die Rahmenbedingungen bezogen auf das Projektumfeld aus?

Hierzu benennt Preußig folgende Charakteristika:

  • Die Stakeholder, insbesondere die Kunden, sind an einer engen Zusammenarbeit interessiert
    Folgen Sie unserem Ansatz, dass Ihre Mitarbeiter Ihre wichtigsten Kunden sind, so ergibt sich von selbst, dass ein gelungenes Employer Branding in ihrem Interesse liegt. Daraus folgt unweigerlich eine starke Sympathie Ihrer wichtigsten Kunden – also Ihrer Mitarbeiter – für die Entwicklung Ihrer Arbeitgebermarke.
  • Die Projektanforderungen sind zu Beginn nur grob umschrieben
    Gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern machen Sie sich im besten Fall auf die Reise, um Ihre bereits bestehenden Qualitäten als Arbeitgeber zu entdecken und neue zu entwickeln.
  • Das Projektteam darf selbstorganisiert arbeiten
    Es ist kein Geheimnis, dass im selbstorganisierten Arbeiten eines der höchsten Kreativitäts- und Umsetzungspotenziale liegen. Nutzen Sie dieses also!
  • Das Projektteam arbeitet nur für dieses Projekt
    Das ist aus unserer Sicht die einzige Rahmenbedingung aus dem agilen Projektmanagement, die so nicht erfüllt werden kann.

Unser Lösungsvorschlag hierfür ist: Legen Sie auf jeden Fall einen zeitlichen Rahmen fest, den die Mitglieder Ihres agilen Projektteams für das Projekt Employer Branding nutzen können.

Welche Ideen/Vorschläge haben Sie zu diesem Thema? Teilen Sie uns diese gerne mit in unserer geschlossenen Facebook-Gruppe. Hier haben wir einen Ort geschaffen, an dem wir gerne mit Ihnen diskutieren.



In diesem Sinne verbleiben wir mit den besten Grüßen
Ihre Kathrin Scheel
 
Quellenangabe: Preußig, Jörg, Agiles Projektmanagement, Haufe Taschen-Guide ( S. 37 ff.)

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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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