Willkommen und Abschied: Wie Sie gut durch die dunkle Jahreszeit kommen

Juliane Scheel

Wie sinnvoll ist Personalentwicklung? Welche Spielräume gibt es in der Personalentwicklung?

 

Den meisten Menschen graut es ein wenig vor der Winterzeit: Die Kälte, die kurzen Tage, das fehlende Licht; all das kann schnell aufs Gemüt schlagen und die Stimmung drücken. Auch der Winter hier bei uns in Berlin ist zugegebenermaßen streckenweise alles andere als ein Zuckerschlecken, die Stadt ist grau, die Leute oft mürrisch.

Dennoch kann ich den dunklen Tagen mittlerweile viel Positives abgewinnen: Sie laden regelrecht dazu ein, zur Ruhe zu kommen, in sich zu kehren, zu reflektieren und mal wieder ganz genau der eigenen Stimme zu lauschen. Und bieten so die Möglichkeit, das alte Jahr zu verabschieden und ein neues willkommen zu heißen.

 

Reflexion

Wieder liegt fast ein ganzes Jahr hinter uns; für zeitsprung war es ein sehr erfolgreiches und dafür sind wir sehr dankbar! Nichtsdestotrotz hatte auch 2016 seine Überraschungen und Herausforderungen. Eine wichtige Fragestellung für uns war, wie wir dem wachsenden Bedarf unserer Kunden und Neukunden gerecht werden können. Und während das alles passierte, steckten wir mittendrin und versuchten, uns möglichst gut durch die Zeiten zu manövrieren, uns über die Erfolge zu freuen und für Unwegsamkeiten schnelle Lösungen zu finden. Jetzt, da die Jahresräder sich langsam etwas ruhiger drehen, können wir alles, was passiert ist, noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten.

Von oben und mit Abstand können wir vor allem knifflige Situationen noch einmal analysieren und unsere Schlüsse für die Zukunft daraus ziehen. „Was können wir aus unseren Erfahrungen lernen?“, ist die wohl wichtigste Frage, die wir uns in diesem Kontext stellen können. Erfahrungen sind nie falsch und nie grundlos; sie bieten immer Raum für Weiterentwicklung.

Sich Zeit nehmen

Ich empfehle meinen Klienten daher immer, sich im Dezember gezielt Zeitfenster freizuhalten, um in eine gründliche Jahresreflexion zu gehen. Schauen Sie noch einmal ganz genau auf die vergangenen Monate, feiern Sie Ihre Erfolge und reflektieren Sie die Situationen, in denen es noch gehapert hat. So bekommen Sie ein klares Bild davon, welche Strategien und Methoden Sie ins nächste Jahr mitnehmen sollten und wo eventuell eine Kursänderung hilfreich sein könnte.

 

Abschied aus 2016

In China ist es seit jeher Tradition, vor dem Neujahrsfest gründlich aufzuräumen, und zwar auf allen Ebenen. Die Wohnung wird gesäubert und von altem Unrat befreit, um Platz zu schaffen für das Glück der kommenden Zeit. Gleichsam werden offene Rechnungen gestellt & beglichen, laufende Projekte wenn möglich abgeschlossen und Unerledigtes entweder zu Ende gebracht, oder als „neues“ Ziel mit ins nächste Jahr genommen.

Auch in unseren Breiten gab es ein sehr ähnliches Brauchtum: Es wurden die sogenannten Rauhnächte, das sind die zwölf Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar, als besonders heilig angesehen. Traditionell sollten die Räder in dieser Zeit möglichst still stehen, um die Zeit für eine Innenschau zu nutzen. Auch wurden die Häuser gesäubert und ausgeräuchert (daher auch der Name Rauhnacht), um Altes loszulassen und neue Energien einzuladen.

Ich habe mir diesen Brauch des Ausmistens und Klärens vor einigen Jahren zunutze gemacht und kann Ihnen sehr empfehlen, das auch einmal auszuprobieren. Es fühlt sich sehr gut an, ohne Altlasten ins neue Jahr zu starten und schafft die nötige Klarheit, die es braucht, um sich konkrete Ziele und Vorhaben zu setzen:

  • Offene Rechnung stellen
  • Offene Rechnngen begleichen
  • Konflikte mit anderen Personen beilegen
  • Das Büro "ausmisten": Papierkram, welches für das nächste Jahr nicht mehr relevant ist, entsorgen

 

Willkommen im Jahr 2017

So wie das alte Jahr verabschiedet werden will, will natürlich auch das neue willkommen geheißen werden. Auch hier habe ich in der Vergangenheit kleine Rituale entwickelt, auf die ich mich immer richtiggehend freue, wenn ein Jahr sich dem Ende neigt. Meine erfolgreichsten Strategien möchte ich im Folgenden gerne mit Ihnen teilen.

  1. Ein Brief an mich selbst
    In einem ersten Schritt schreibe ich einen Brief an mich selbst. Ich beschreibe, wo ich gerade stehe, welche Gedanken ich mir mache, welche Fragen mir durch den Kopf gehen, wenn ich an mein zukünftiges Ich denke, und was ich mir für das kommende Jahr vornehme. Diesen Brief lege ich dann gut versiegelt in den Schrank und lese ihn am Ende des kommenden Jahres. Ich liebe dieses kleine Ritual, weil es mir meine eigene Entwicklung sehr deutlich vor Augen führt.
  2. Realistische To-Do-Liste ohne Frust
    Aus dem Brief ergibt sich schon fast von selbst eine To-Do-Liste mit Vorhaben für das kommende Jahr. Nun weiß ich auch, dass gute Vorsätze nicht den besten Ruf genießen; allerdings zu Unrecht, wie ich finde! Kommt es doch vor allem darauf an, WAS wir uns vornehmen. So können Sie neben den Klassikern wie „Mehr Sport und weniger Essen“ zum Beispiel notieren, dass Sie mindestens ein Land bereisen wollen, das Sie noch nicht kennen oder sich vornehmen, eine neue Freundschaft zu schließen. Berufliche Ziele gehören ohnehin auf eine gute Jahresagenda. Achten Sie hierbei aber unbedingt darauf, dass Sie realistische Ziele wählen, die Sie bestenfalls direkt in einen konkreten Zeitplan einbinden können. So vermeiden Sie unnötigen Frust. Link zum Blogbeitrag (Ziele umsetzbar machen)
  3. Visualisierung - Der perfekte Tag
    Im dritten Schritt mache ich noch eine konkrete Visualisierungsübung: Ich stelle mir einen absolut perfekten Tag im kommenden Jahr in allen Einzelheiten vor: Wo bin ich? Wie wohne ich? Wann stehe ich auf? Wo arbeite ich und als was? Welche Menschen umgeben mich? Welche Hobbys verfolge ich? Je konkreter Sie diese Fragen beantworten können, desto klarer wird sich Ihr Weg abzeichnen. Und wenn Sie den erstmal kennen, wird 2017 Ihnen tausend neue Möglichkeiten eröffnen, um all Ihre großen und kleinen Ziele zu erreichen.

 

„Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Macht euch nur von dieser Anschauung los und tausend Möglichkeiten laden euch zu neuem Leben ein.“

 

Mit diesem wunderbaren Zitat von Christian Morgenstern verabschiedet sich zeitsprung in eine schöpferische Weihnachtspause. Ab dem 9. Januar sind wir wieder für Sie da und freuen uns schon jetzt auf ein gemeinsames, erfolgreiches 2017!

Bis dahin danken wir ganz herzlich für Ihre Treue, wünschen Ihnen und Ihrer Familie viel Licht und Klarheit in der dunklen Jahreszeit, ein besinnlich-gemütliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch!

 

Herzlichst Ihre Juliane Scheel
& das Team von zeitsprung

 

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Juliane Scheel

Juliane Scheel ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin (M.A. Interkulturelle Kommunikation) und arbeitet als aktive Texterin und Lektorin sowohl im wirtschaftilchen als auch im akademischen Bereich. Zudem gibt sie Seminare und Schreibberatungen und ist damit zeitsprungs Fachfrau rund um die Themen Text und Kommunikation.

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