Auf die Stärken kommt es an – So begegnen Sie Ihrem inneren Skeptiker

Stefanie Witt

Frag Zeitsprung - Reihe von zeitsprung - Fragen an Kathrin Scheel

 

Wir freuen uns sehr, dass wir heute erneut einen Blogbeitrag unserer Kollegin Maria Stepanek veröffentlichen dürfen. Maria hatte bereits einen Blogbeitrag für uns zum Thema Selbstsuggestion geschrieben. Heute geht es darum, wie Sie Ihrem inneren Skeptiker begegnen können – wie immer mit einer Praxisanleitung.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei und grüßen ganz herzlich
Ihre Kathrin Scheel & das Team von zeitsprung

 

Auf die Stärken kommt es an – So begegnen Sie Ihrem inneren Skeptiker

 

Das kannst du nicht!

Wer kennt ihn nicht, den inneren Skeptiker? Mit Sätzen wie „Das kannst du nicht“, „Das geht nicht“ oder „Das ist nichts für dich“ schleicht er sich in unsere Köpfe ein und verhindert, dass wir uns neuen Herausforderungen und Erfahrungen stellen.

Unser Denken ist ein ständiger innerer Dialog, und sehr oft hat der Pessimist dabei das Sagen. Er setzt Schranken, bremst Entwicklung und verhindert Erfolg. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dem inneren Skeptiker seine Kraft zu nehmen. Eine davon ist, sich der eigenen Stärken und Talente gewahr zu sein.

 

Die eigene Schatzkammer bergen - Immer wieder!

Jeder Mensch trägt eine ganze Schatzkammer an Ressourcen in sich, doch oft sind wir uns unseres Potenzials gar nicht bewusst. Wenn uns etwas gut gelingt, schreiben wir den Verdienst gerne dem Umfeld oder den günstigen Umständen zu. Manche Fähigkeiten erkennen wir zwar an, nehmen sie aber als selbstverständlich hin. Und am liebsten konzentrieren wir uns sowieso auf das, was noch nicht so gut läuft.

Aus der Gehirnforschung wissen wir jedoch, dass sich immer jene Aspekte festigen, auf die wir unsere Aufmerksamkeit richten. Auch aus neurowissenschaftlicher Sicht macht es also Sinn, auf die vorhandenen Ressourcen zu fokussieren.

 

4 Übungen zur Überwindung des inneren Skeptikers

 

1. 3 Dinge notieren

Notieren Sie sich jeden Abend drei Dinge, die Ihnen gut gelungen sind. Das können grosse Erfolge wie Geschäftsabschlüsse oder bestandene Prüfungen sein. Denken Sie aber auch an die vielen Mini-Erfolge, etwa wenn Sie ein kniffliges Excel-Problem lösen oder sich aufraffen konnten, zum Sport zu gehen.

2. Stärken sammeln

Machen Sie Ihre Stärken sichtbar, indem Sie für jeden Erfolgsmoment eine Murmel oder einen Stein in ein Glas legen. Positionieren Sie dieses an einer für Sie gut sichtbaren Stelle und seien Sie neugierig, wie rasch Ihre Ressourcen-Sammlung wächst.

3. Top 10 aufstellen

Erinnern Sie sich an die zehn grössten Erfolge Ihres Lebens (auch Velofahren-Lernen gilt): Welche Fähigkeiten haben Sie dabei eingesetzt? Auf welche können Sie nach wie vor zurückgreifen? Welche Kompetenzen ziehen sich wie ein roter Faden durch Ihr Leben?

4. Blickwinkel ändern

Fragen Sie auch Freunde oder Verwandte, was sie an Ihnen bewundern. Oder wechseln Sie selbst die Perspektive: Was finden andere an Ihnen toll? Um welche Fähigkeiten beneiden Ihre Kollegen Sie?

 

Egal für welche Methode Sie sich entscheiden – Sie können natürlich auch gerne alle nutzen -, angesichts der Fülle von positiven Argumenten wird Ihr innerer Skeptiker bald leiser werden.

Die Strategie ist übrigens aus der Werbung bestens bekannt: Viele kleine, unterschwellige Reize wirken stärker als ein grosser bewusster, die der Verstand sofort mit Gegenargumenten kontern würde. Überlisten Sie also Ihren inneren Skeptiker, indem Sie ihn fortlaufend mit Ihren Stärken beeindrucken.

 

Mehr Infos zu unserer Gastautorin Maria Stepanek finden Sie hier:

https://www.mariastepanek.com

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