Self-Empowerment - Kraftvoll durch den Führungsalltag

Führung & Unternehmenskultur Kathrin Scheel

Unser nächster Workshop am 09.12.2015 beschäftigt sich mit dem Thema Self-Empowerment.

Self-Empowerment – Was heißt das eigentlich?

Der Begriff des Empowerment (engl. Empowerment = Ermächtigung, Übertragung von Verantwortung) wird mit dem amerikanischen Sozialwissenschaftler Julian Rappaport (1985) in Verbindung gebracht und stammt aus der Gemeindepsychologie.

Self-Empowerment wird auch für den erreichten Zustand von Selbstverantwortung und Selbstbestimmung verwendet, aus dem sich eine hohe Selbstkompetenz ergibt. Grundlage des Self-Empowerment ist eine stärken- und ressourcenorientierte Wahrnehmung, die in der Wirtschaft auch als Instrument der Organisationsentwicklung genutzt wird. Empowerment-Teams haben hier als Weiterentwicklung der Qualitätszirkel eine Stärkung der Motivation und Fähigkeiten der Mitarbeiter zum Ziel.

Self-Empowerment-Strategien für Führungskräfte und Unternehmer haben einerseits den bewussten und selbstverantwortlichen Umgang mit eigenen Ressourcen zum Ziel, zum anderen werden sie auch von den Mitarbeitern als äußerst förderlich wahrgenommen. Dies geht aus einer Wirksamkeitsstudie zum Zürcher Ressourcen Modell hervor, in der man herausfand, dass es trainierten Führungskräften signifikant besser gelingt, „in der  Wahrnehmung ihrer Mitarbeitenden eine Atmosphäre von Stärke und Vertrauen zu entfalten. Gleichzeitig steigt in der Selbstwahrnehmung der trainierten Führungskräfte ihre eigene Führungsmotivation.“[1]

Worum es dabei geht, ist eine Balance zwischen Leistung und Entspannung.

In Bezug auf Entspannung klagen in unseren Workshops viele Führungskräfte über ihre mangelnde Fähigkeit, von der Arbeit abschalten zu können.

Wir sind in diesem Zusammenhang auf einen interessanten Beitrag in der Zeitschrift Markt & Mittelstand gestoßen, in dem es um die noch nicht so häufig zitierte Generation Z geht.

Im Unterschied zur Generation Y setzt die Generation Z auf eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit. Christian Scholz, Autor des Buches „Generation Z“, beschreibt das so: „Sie möchte(n) feste Arbeitszeiten, einen eigenen Arbeitsplatz und ein klare Work-Life-Seperation – ganz anders als die Generation Y, die sich ständig verbessern möchte und bei der die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmen.“[2]

Möglicherweise ist das ein hilfreicher Ansatz, dass Menschen wieder besser von der Arbeit abschalten können?

Über welche Strategien verfügen Sie, um von der Arbeit abzuschalten und sich gut zu erholen? Wir haben nachstehend einige Tipps für Sie zusammengestellt, die sich in unseren Coachings als sehr hilfreich erwiesen haben:

  • Abschiedsritual: Verabschieden Sie sich ganz bewusst von der Arbeit, wenn Sie das Büro verlassen, z.B. mit dem Satz: Ich gehe jetzt in den Feierabend, morgen werde ich die Arbeit fortsetzen.
  •  Nutzen Sie „Übergangszeiten“ wie den Nachhauseweg, um sich nun ganz bewusst auf die Freizeit einzustellen.
  • Schalten Sie das Diensthandy aus.
  • Machen Sie zu Hause Entspannungsübungen. Das muss kein zeitaufwändiges Programm sein, 5-10 Minuten können schon ausreichend sein.

Wie immer wünschen wir viel Freude, die Tipps zu testen und vor allem eine entspannte Vorweihnachtszeit.

Ihr zeitsprung-Team



[1] Storch, Maja, Krause, Frank, Selbstmanagement-ressourcenorientiert, Verlag Hans Huber,  2011, S. 232

[2] Christian Scholz, Pippi geht an Bord, Markt und Mittelstand, 11/2015, S. 10

 

 

Bildnachweis Titelfoto: Andresr/shutterstock.com

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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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