Neue Herausforderungen für Personaler

Mitarbeiterentwicklung Kathrin Scheel

Das Thema Employer Branding war bereits mehrfach Thema unseres Blogs. Wir verweisen insofern auf die Beiträge vom Februar 2015 ("Die besten Arbeitgeber in Berlin und Brandenburg") sowie vom Mai 2015 ("Erfolgsrezept Mitarbeiter: Die richtigen Leute auf dem richtigen Platz").

In dem Beitrag „Personalchefs mit Zukunftsangst“ der Welt kompakt vom 18.09.2015 wird ein weiterer Aspekt dieses Themas unter die Lupe genommen:

Was sind die wesentlichen Herausforderungen für Personaler im Employer Branding?

Die Fa. Stepstone hat laut Welt kompakt in diesem Zusammenhang 1000 Personalverantwortliche und mehr als 17.000 Fachkräfte befragt.

Hier wurden folgende Ergebnisse offensichtlich:

  • Mehr als die Hälfte der Befragten (53%) sehen den Aufbau einer Arbeitgebermarke als große Herausforderung
  • Ebenfalls 53% haben Schwierigkeiten, ein positives Firmenimage zu vermitteln

Gelingt es, Spitzenkräfte zu rekrutieren, ist das nur der erste Schritt:

  • 74% der Befragten befürchten, ihre TOP-Kräfte an die Konkurrenz zu verlieren[1].

Was können Personaler - gerade auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen – tun, um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen?

Ein erster, unerlässlicher Schritt für Personaler muss es aus unserer Sicht sein, einen ganzheitlichen Blick auf das Unternehmen zu werfen:

Wir empfehlen hier das ganzheitliche Systemkonzept nach F. Glasl. Es erfasst alle Elemente eines Unternehmens sowie deren Beziehungen untereinander[2]:

Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung einer Arbeitgebermarke sind unseres Erachtens die Elemente:

  • Strategie (mittel- und langfristige Ausrichtung des Unternehmens)
  • Identität (Mission, Sinn und Firmenphilosophie) sowie
  • Menschen (Unternehmens- und Führungskultur, das Wissen und Können der Mitarbeiter sowie die Beziehungen im Alltag)

Erst wenn ich mir als Personalverantwortlicher – und dies gilt auch für kleine und mittelständische Unternehmen – hierüber Klarheit verschafft habe, kann ich künftigen Bewerbern ein positives Firmenimage vermitteln, das deren Anforderungen entspricht, die da sind:

  • Interessante Arbeitsinhalte (87%)
  • Gute Beziehungen zu Kollegen (89%)
  • Weiterentwicklung (75%)[3]

In unserer Praxis erleben wir es oft, dass gerade über die Punkte Strategie und Identität weder bei Personalern noch bei der Geschäftsführung Klarheit herrscht.

Diese zu schaffen sollte ein erster Schritt sein, bevor mit dem Aufbau einer Arbeitgebermarke begonnen wird!

 


[1] Personalchefs mit Zukunftsangst, Die Welt Kompakt, Freitag, 18.09.2015, S. 23

[2] Quelle: Martin, Oliver, Andersch, Julia, Systemische Unternehmensberatung und OE, metaforum Abano, August 2014

[3] Personalchefs mit Zukunftsangst, a.a.O., S. 23

 

Bildnachweis Titelfoto: Michael R Ross/shutterstock.com

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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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