Nachhaltige Geschwindigkeit für Ihr Employer Branding

Führung & Unternehmenskultur Kathrin Scheel

Nachhaltige Geschwindigkeit - Employer Branding - Agile Methoden

In unserer November-Serie zeigen wir Ihnen, wie Sie das Thema Employer Branding mit agilen Methoden angehen können.
 
Eine kurze Einführung zum Ansatz eines agilen Employer Brandings haben wir bereits in unserem Blogbeitrag Agiles Employer Branding für Ihre Mitarbeiterentwicklung gegeben. Am vergangenen Montag hatten wir den Nutzen agiler Methoden für die Entwicklung Ihrer Arbeitgebermarke im Visier Agiles Employer Branding mit Blick auf die Zeitressourcen.
 
Heute möchten wir auf ein Prinzip des agilen Arbeitens, nämlich die nachhaltige Geschwindigkeit, näher eingehen.

 

Warum ist die nachhaltige Geschwindigkeit im agilen Arbeiten so wichtig?

Die Entwickler agiler Methoden haben auf der Grundlage der agilen Werte 12 Prinzipien entwickelt, die ganz konkrete Handlungsgrundsätze darstellen. Die nachhaltige Geschwindigkeit ist nur eines dieser Prinzipien – aber für Ihr Employer Branding unerlässlich, wie wir denken.
 
Wenn Sie bereits unsere Blogbeiträge oder unser eBook "Erfolgsfaktor "Employer Branding - Leitfaden für attraktive Arbeitgeber" gelesen haben, wissen Sie, dass wir die Entwicklung Ihrer Arbeitgebermarke als einen Prozess sehen, der nie abgeschlossen ist. Sie brauchen also einen langen Atem. Und diesen hat nur, wer seine Kräfte gut einteilt und so im Flow bleibt.

 

Was heißt nachhaltig geschwind?

Vielleicht ist der eine oder andere von Ihnen schon mal einen Marathon gelaufen – so ähnlich ist es auch mit dem Employer Branding. Wenn Sie gut ins Ziel kommen wollen, verschaffen sich in Ruhe den Überblick und finden Ihren eigenen Rhythmus. Preschen Sie zu forsch nach vorne, laufen Sie Gefahr, dass Ihnen die Luft ausgeht.
Die Entdeckung des eigenen Rhythmus und das richtige Schrittmaß hingegen führen zur Stärkung des Sich-Selbst-Bewusstwerdens: Was macht uns wirklich als Arbeitgeber aus? Was sind unsere Ecken und Kanten?
Dieser Bewusstwerdungsprozess braucht Zeit, er muss reifen. Nur so wird es Ihnen gelingen, Ihre Arbeitgebermarke nachhaltig und tragfähig zu entwickeln. Employer Branding ist kein schnelles, wildes Kumulieren von Aktivitäten.
 
Unser heutiger Tipp ist deshalb:
Wählen Sie genau die Geschwindigkeit, die zu Ihnen und Ihren sonstigen Aufgaben in der Personalentwicklung passt. Es ist niemandem geholfen, wenn Sie hoch engagiert ein Projekt aufsetzen und dieses nach kurzer Zeit im Sande verläuft, weil Ihnen Zeit und Kräfte ausgehen.
 
Ein beharrliches Voranschreiten, das Dranbleiben am Thema, sind sehr viel sinnvoller. Das ist im übrigen keine Erfindung der agilen Welt, sondern war seit jeher ein wichtiges Kriterium für erfolgreiche Entwicklungen.
 
Collins & Hansen zum Beispiel sprechen in ihrem Buch „Oben bleiben. Immer.“ Vom 20-Meilen-Marsch. Als Metapher dient ein Wanderwettstreit in den Staaten, bei dem eine Gruppe täglich konsequent 20 Meilen ging. Dies geschah unabhängig von äußeren Bedingungen: die 20 Meilen waren gesetzt sowohl für die Tage, an denen das Wetter miserabel war, als auch für solche Situationen, in denen man gut und gerne 40 oder 50 Meilen hätten gehen können. An solchen Tagen disziplinierte man sich, auch nur 20 Meilen zu gehen und sich dann auszuruhen. Die Gruppe, die so vorging, hat den Wettstreit gewonnen. Collins & Hansen fanden bei der Untersuchung von Organisationen heraus, dass ein maßvolles Wachstum auf realistischer Grundlage ein wichtiger Erfolgsgarant ist.
 
Im Klartext heißt dass, sich auch unter miserablen Bedingungen unbeirrbar einer hohen Leistung zu verpflichten und unter günstigen Bedingungen nicht zu weit darüber hinaus zu gehen.
 
Nutzen Sie dieses Wissen auch für die Entwicklung Ihres Employer Branding.
 
So können Sie vorgehen:

  • Legen Sie feste Zeitplots (am besten täglich, zumindest aber wöchentlich) fest. Wann genau wollen Sie wieviel Zeit genau für Ihre Arbeitgeberattraktivität verwenden?
  • Unterteilen Sie die Gesamtaufgaben in überschaubare Teilschritte und legen Sie einen relativ kurzfristigen Zeitrahmen fest, in dem Sie das Teilziel erreichen (in Anlehnung an Sprints). Wählen Sie einen Zeitrahmen zwischen 2 und maximal 4 Wochen. Was schaffen Sie in dieser Zeit? Was ist realistisch?
  • Reflektieren Sie jeden Teilschritt nach dem entsprechenden Zeitabschnitt. Auf diesen Punkt werden wir in unserem Blogbeitrag in der nächsten Woche genauer eingehen.


Bis dahin wünschen wir Ihnen wie immer alles Gute und grüßen ganz herzlich
Ihre Kathrin Scheel

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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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