Mehr Zeit für Wichtiges – zum Beispiel Ihr Employer Branding

Kathrin Scheel

Wer kennt das nicht? Es gibt so viele Dinge, von denen wir denken: Ja, darum müsste ich mich auch mal kümmern, aber dafür brauche ich Zeit. Und jenes muss ich in Ruhe machen, heute ist Anderes aber erst einmal wichtiger!

Und gerade diese Zeit und Ruhe, die ich mir für wichtige Dinge wünsche, habe ich nie. Letztlich bleiben wichtige Dinge immer wieder auf der Strecke, obwohl ich weiß, dass sie mich tatsächlich weiterbringen würden.

Wir von zeitsprung haben ein solches zentrales, wichtiges Thema aufgegriffen, das Personaler uns im Coaching- und Beratungsalltag immer wieder genannt haben: das Employer Branding.

Dahinter verbirgt sich die Frage, woher man in der heutigen Zeit gute Mitarbeiter bekommt und wie man dafür sorgen kann, dass diese auch im Unternehmen bleiben. Dazu haben wir einen kostenlosen Online-Kurs entwickelt. Ab dem 26.09.2016 können Sie sich hier anmelden: Onlinekurs Employer Branding.

Wichtiges Thema, aber keine Zeit? Hier ist die Lösung!

In den Vorgesprächen haben unsere Kunden uns wiederholt versichert, wie wichtig dieses Thema für sie ist – gleichzeitig kam aber auch immer wieder das Zeit-Dilemma zur Sprache. Deshalb haben wir 3 Dinge gemacht:

  1. Die Lektionen sind überschaubar – sowohl von der Anzahl (7 auf einen Streich) als auch von der Länge
  2. Schrittweises Vorgehen – Sie erhalten pro Woche eine Lektion
  3. Zeitinvestition: Sie können – falls Ihre Zeit wirklich einmal knapp ist - den Zeitaufwand sehr gering halten, indem Sie die Lektionen einfach nur lesen und Anregungen mitnehmen. Dafür brauchen Sie nicht mehr als 15-20 Minuten.

Aber selbst wenn Sie sich auf das Minimum des Zeitaufwandes beschränken, müssen Sie auch diese finden und:

Manchmal ist Mehr auch Mehr!

Wenn Sie aus unserem Kurs mehr als Anregungen und Tipps mitnehmen wollen, beschäftigen Sie sich auch mit den Transferaufgaben. "Gute Idee", sagen Sie, aber kann wie ich mir diese Zeit „freischaufeln“?

Zu diesem Thema haben wir heute einige Tipps für Sie zusammengestellt:

Mit der Prioritätenmatrix mehr erreichen

Als Basis kann Ihnen eines der bedeutendsten Zeitmanagement-Tools, das von Lothar Seiwert entwickelt wurde, dienen: Die Prioritätenmatrix.

Ursprünglich war es der amerikanische General Dwight D. Eisenhower, der das nach ihm benannte Prinzip (Eisenhower-Prinzip) entwickelt hat. Lothar Seiwert hat das aufgenommen und daraus die Prioritäten-Matrix erstellt.

Der Begriff Priorität stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „das Vordere“. Bezogen auf unseren Alltag heißt das: Die Aufgaben, die wir voranstellen.

Seiwert unterscheidet in seiner Matrix zwei Kriterien: Wichtigkeit und Dringlichkeit.

 

 

Die 4 Kategorien der Prioritäten-Matrix

Lassen Sie mich kurz die einzelnen Kategorien erläutern:

A-Aufgaben

Diese Aufgaben sind sowohl dringend als auch wichtig, sie müssen deshalb in der Regel durch von Ihnen selbst und auch schnellstmöglich erledigt werden.

C-Aufgaben:

C-Aufgaben sind dringend, aber nicht so wichtig. Es sind die Aufgaben, mit denen wir einen großen Teil unseres Alltages füllen.

Mal Hand aufs Herz: Wie sieht Ihr Alltag aus? Wieviel Prozent Ihrer Arbeitszeit verbringen Sie mit A- und C-Aufgaben?

Und was wird dann aus den B-Aufgaben?

B-Aufgaben:

B-Aufgaben sind wichtig, aber nicht so dringend. Weil sie keine große Dringlichkeit haben, schieben wir sie im Alltag gern beiseite – schließlich haben wir genug mit den A-Aufgaben und den C-Aufgaben zu tun!

B-Aufgaben haben in der Regel strategische Bedeutung und es sind die, bei denen wir im Alltag oft sagen: Ja, stimmt, das ist auch wichtig, darum muss ich mich einmal in Ruhe kümmern.  Wie eingangs erwähnt, haben wir genau diese Ruhe selten oder nie. Das Resultat: B-Aufgaben werden zu A-Aufgaben und wir kümmern uns dann unter Druck nur sehr halbherzig um ihre Erledigung oder noch schlimmer: Sie fallen ganz und gar unter den Tisch!

Wenn Sie in Bezug auf die Entwicklung Ihrer Arbeitgebermarke so verfahren, ist das kurzfristig gedacht und bringt Sie nicht wirklich voran. Hier ein Beispiel:

Sie brauchen einen neuen Mitarbeiter und schalten eine Anzeige, wie Sie es schon immer gemacht haben – bisher hat es ja auch immer funktioniert. Möglicherweise stellen Sie fest, dass die Bewerbungsflut deutlich nachgelassen hat und die wenigen Bewerber auch nicht unbedingt Ihren Vorstellungen entsprechen. Schlimmstenfalls stellen Sie nun einen Bewerber ein, von dem Sie nicht vollständig überzeugt sind, nur um schnellstmöglich Ihre Personaldecke zu schließen. Das Ende können Sie sich ausrechnen: Sie sind unzufrieden, Ihr neuer Mitarbeiter vielleicht auch.  Möglicherweise trennen Sie sich schon in der Probezeit und das Spiel beginnt von Neuem.

7 Zeit-Strategien für Ihre B-Aufgabe: Employer Branding

Ein Hamsterrad, aus dem Sie nicht herauskommen?

Wir haben die 7 Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie bei den A- und C-Aufgaben Zeit einsparen und diese dann in die B-Aufgaben (in unserem Fall in Ihr Employer Branding) investieren können.

  1. Verschaffen Sie sich Zeiten, in denen Sie ungestört arbeiten können, wenigstens „Eine stille Stunde“ pro Tag, in der Sie alle Ablenkungen vermeiden!
  2. Sammeln Sie Aufgaben (z.B. Telefonate, E-Mails, Anfragen von Kollegen) und erledigen Sie diese an einem Stück – am besten vor oder nach der Mittagspause. Lesen Sie mehr zu im Blogartikel Zeitmanagement- Wie Du Deine E-Mail-Korrespondenz effizient gestalten kannst)
  3. Delegieren Sie Aufgaben, die Sie nicht zwingend selbst erledigen müssen
  4. Bereiten Sie Meetings, Gespräche etc. gut vor und legen hierfür einen Zeitrahmen im Vorfeld fest. So sparen Sie viel Zeit! Meetings sind Zeitfresser – stimmt das?
  5. Überlegen Sie, wie Sie Ihren Arbeitsalltag noch effektiver gestalten können, zum Beispiel durch Pausen: Effizienz durch Pausen
  6. Nutzen Sie den „Papierkorb“ aus der Prioritätenmatrix. Entledigen Sie sich der Dinge, die nicht wichtig sind. Wie können Sie Unwichtiges identifizieren? Die 4 Reflexionsfragen zu dem, was wirklich wichtig ist, können Sie hier unterstützen: Mehr Zeit für Wichtiges im Job
  7. Mit Beharrlichkeit an´s Ziel: Legen Sie einen regelmäßigen Zeitrahmen fest, in dem Sie sich um Ihr Employer Branding kümmern wollen. Finden Sie hier Ihr eigenes Tempo. Regelmäßiges Dranbleiben bringt mehr als ein ständiges Hin und Her zwischen Hau-Ruck-Aktion und Tatenlosigkeit! Mehr Tipps finden Sie im Blogbeitrag Gute Vorsätze? Dranbleiben!
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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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