Langfristige Planung vs. Effectuation – wann nutze ich was?

Strategie & Innovation Kathrin Scheel

Wer flexibel ist, ist erfolgreicher

Während wir im Januar unterschiedliche Methoden der Zielarbeit vorgestellt haben (siehe unsere Beiträge Gute Vorsätze? Dranbleiben!, Ziele umsetzbar machen, Effectuation - Ziele anders erreichen und Die vier Effectuation-Prinzipien) geht es heute um die Frage, wann ich welche Methode am sinnvollsten einsetze.

Grundsätzlich sind diejenigen Unternehmer am erfolgreichsten, die den Weg der kausalen Logik ebenso beherrschen wie das Effectuation-Prinzip und situativ entscheiden, wann sie wie vorgehen.

Die wichtigsten Kriterien, die Sie bei Ihrer Entscheidung unterstützen können, hat Faschingbauer in seinem Effectuation-Buch wie folgt zusammengefasst:

Situatives Denken und Handeln? In welchen Situationen greift kausale Logik, wann ist Effectuation angesagt?

Kausale Logik

Damit kausale Logik optimal greifen kann, müssen 3 Bedingungen gegeben sein:

  1. Planbare Zukunft; die Zukunft muss verlässliche Prognosen zulassen
  2. Fixe Ziele, d.h., man muss sehr genau wissen, wohin man will
  3. Stabile Umwelt, d.h., man sollte sich darauf verlassen können, dass die Umwelt unabhängig von dem ist, was wir oder andere autonome Akteure tun

Effectuation

Auch hier gibt es wieder ideale Voraussetzungen, die sich auf Zukunft, Ziele und Umwelt beziehen.

  1. Die Basis für eine gültige Prognose der Zukunft fehlt in diesem Fall
  2. Verhandelbare Ziele – Ziele werden gemeinsam mit anderen kreiert, verhandelt & vereinbart
  3. Gestaltbare Umwelt – die Umwelt ist abhängig von dem, was wir und andere tun [1]

Fazit: Um in der heutigen Wirtschaftswelt erfolgreich sein zu können, müssen wir die Flexibilität haben, situativ zwischen kausaler Logik und Effectuation zu wandeln.

Wir wünschen dabei wie immer viel Freude!

Ihr zeitsprung-Team

 

 

Bildnachweis Titelfoto: Carlos Yudica/Shutterstock.com

[1] Faschingbauer, Michael: Effectuation, Schäffer-Pöschel-Verlag, Stuttgart, 2013, S. 33.

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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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