Agiles Projektmanagement im interkulturellen Kontext

Juliane Scheel

Ein Gastartikel von Anna Kauert

Zu unserem Herbstfest hat unsere Kooperationspartnerin Anna Kauert einen Workshop zum Thema "Agiles Projektmanagement im interkulturellen Kontext gehalten. Wer nicht dabei sein konnte (oder die Erinnerung nochmal auffrischen will!), der findet hier ein Recap.

 

Im Austausch mit den Teilnehmenden wurde deutlich, wie präsent das Thema Agil und Agilität ist, viele dieses jedoch schwer benennen können. Führungskräfte möchten agil sein, im Unternehmen soll dem Trend gefolgt werden, aber es fehlen oft richtige Einweisungen und Begleitungen mit geschulten Experten.

Nachhaltiger Erfolg bei agilen Projekten kann nur erzielt werden, wenn alle Beteiligten von gemeinsamen Werten und Grundüberzeugungen ausgehen. Aufgrund unterschiedlicher Denkmuster und Auffassungen über Führungsverhalten in interkulturellen Teams bedarf es einer besonderen Aufmerksamkeit, um ein gemeinsames Mindset zu entwickeln. 

Was bedeutet es, ein agiles Unternehmen zu sein? Welche Werte und Ideen stecken dahinter? Und wie kann sich ein agiles Projekt auf ein interkulturelles Team auswirken?

Mit diesen Fragestellungen haben sich die Teilnehmenden auseinandergesetzt. Ein Beispiel: Der Grundgedanke der Agilität ist, in laufenden Entwicklungsprozessen einen engen Austausch mit dem Kunden zu pflegen, um immer Feedback einzuholen und Änderungen in den laufenden Prozess einfließen lassen zu können. Die Art und Weise, wie man Feedback gibt und erhält, ist von Kultur zu Kultur unterschiedlich. In sogenannten high context Kulturen (beispielsweise Japan, China, arabische Kulturen) wird Kritik nicht direkt geäußert und Probleme – wenn überhaupt – nur im sehr kleinen Kreis thematisiert. Nur so kann in diesen Kulturen „das Gesicht“ gewahrt werden.

Wie kann eine Führungskraft oder ein Experte, der ein interkulturelles Team in einem agilen Unternehmen steuert, helfen? Gemeinsame Werte und Grundüberzeugungen sollten vor Projektbeginn offen und klar kommuniziert werden, so dass ein gemeinsames mindset entwickelt wird. Erwartungsklarheit und regelmäßiges Feedback helfen, Missverständnisse und Unmut zu vermeiden.

Ich bedanke mich ganz herzlich für die aktive Teilnahme bei allen Teilnehmenden und die fotografische Begleitung von Steff Berger. 

Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, kann sich gerne telefonisch oder per E-Mail bei mir melden.

Dieser Artikel ist ursprünglich hier erschienen. 

Sie möchten mehr über Anna und ihre Arbeit im interkulturellen Training erfahren? Hier finden Sie Ihre Seite!

 

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Juliane Scheel

Juliane Scheel ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin (M.A. Interkulturelle Kommunikation) und arbeitet als aktive Texterin und Lektorin sowohl im wirtschaftilchen als auch im akademischen Bereich. Zudem gibt sie Seminare und Schreibberatungen und ist damit zeitsprungs Fachfrau rund um die Themen Text und Kommunikation.

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