Ihr Körper ist Ihr Zuhause

Personalentwicklung Kathrin Scheel

employer branding, weiterbildung, mitarbeiterentwicklung

In den letzten drei Blogteilen zu den Themen Selbstkenntnis, Mindset und Loslassen haben wir uns sehr intensiv mit Ihrer mentalen Fitness beschäftigt und wenn Sie unsere Übungen durchgeführt haben, haben Sie wahrscheinlich ziemlich intensiv an sich selbst gearbeitet. Für diesen letzten Teil unserer Fit-For-Spring-Challenge verschieben wir den Fokus einmal und beschäftigen uns mit Ihrem körperlichen Wohlbefinden.

Die meisten streben, wenn sie an ihren Körper denken, nach äußerlicher Schönheit. Das ist das Credo unserer Gesellschaft, wir sollen schön sein und wie „schön“ aussieht, bestimmt vor allem die Werbung. Also gleich vorab: Darum, wie Sie dieses Ideal erreichen, wird es in diesem Artikel nicht gehen. Denn ich finde es viel wichtiger, dass Sie sich in Ihrem Körper wohlfühlen. Dass Sie und Ihre Mitarbeiter gesund sind – und es auch bleiben. Dass Sie die nötige körperliche Kraft haben, um all Ihre Aufgaben zu bewältigen. Und dass es Ihnen einfach Spaß macht, in Ihrem eigenen Körper zu wohnen. Die Schönheit kommt dann übrigens meistens von ganz alleine. Für körperliches Wohlbefinden – das wird Sie nicht überraschen – braucht es vor allem gute Gewohnheiten in zwei Bereichen: Ernährung und Bewegung.

 

Die Ernährung

Als ehemalige Leistungssportlerin hat das Thema Ernährung schon sehr früh eine Rolle in meinem Leben gespielt. Nun hatten wir das Glück, eine sehr tolle Trainerin zu haben, der es immer wichtiger war, dass es uns gut ging. Wir mussten also nie hungern oder wurden bestraft, wenn wir einen Kakao getrunken haben (was im Leistungssportbereich tatsächlich sehr häufig vorkommt). Aber das Thema war in meinem Leben präsent und ich habe seeehr viele Ernährungsformen ausprobiert: Ich habe ein Ernährungstagebuch geführt, abends keine Kohlenhydrate mehr gegessen, bin dem Trennkostprinzip gefolgt und habe mich fast zwei Jahre lang komplett vegan ernährt. Mein Fazit ist: Das Geheimnis liegt in der Einfachheit. Je einfacher Sie Ihre Ernährung halten, desto leichter werden Sie es auch umsetzen und beibehalten. Und das wird Sie jetzt vielleicht enttäuschen, aber Sie werden von mir heute keine Regeln bekommen, die Sie nur befolgen müssen und dann wird alles gut. Ich werde Ihnen nicht sagen, wann Sie was essen sollen und wann was nicht.

Da aber bekanntlich Ausnahmen die Regeln bestimmen, möchte ich Ihnen doch zwei Sachen ans Herz legen:

  1. Kaufen Sie nur unverarbeitete Produkte in Bioqualität. Sie glauben gar nicht, wie viel Zucker, Salz und ungesunde Additive Sie sich sparen, wenn Sie auf Fertigprodukte verzichten.
  2. Verzichten Sie auf weißen Industriezucker. Es gibt mittlerweile sehr viele Zuckeralternativen wie Agavendicksaft, Kokosblütenzucker oder auch einfach Honig, die zwar auch sparsam verwendet werden sollten, weil sie rein kalorisch auch ordentlich zu Buche schlagen, aber immerhin haben sie nicht so ein großes Suchtpotenzial wie der klassische Haushaltszucker.

Abgesehen von diesen zwei Regeln, gibt es keine. Kann es keine geben. Denn die optimale Ernährung ist meiner Meinung nach nicht nur für jeden einzelnen, sondern auch in jeder Lebensphase eine andere. Die einzig wirklich wirksame Lösung muss es also sein, wieder ein Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln. Der weiß nämlich sehr genau, wann er was benötigt. 

Sind Sie zum Beispiel jemand, der nicht gerne frühstückt? Aber weil alle immer sagen, das Frühstück sei so wichtig, ja, die wichtigste Mahlzeit des Tages sogar, zwingen Sie sich trotzdem? Lassen Sie es einfach. Vertrauen Sie Ihrem Körper und essen Sie erst dann etwas, wenn Sie wirklich Hunger bekommen. Ihr Körper und Ihre Seele werden es Ihnen danken.

Oder haben Sie zum Beispiel immer Hunger auf Schokolade, und zwar so sehr, dass Sie es einfach nicht lassen können, danach zu greifen? Wehren Sie sich mal nicht gegen dieses Gefühl, sondern gehen Sie ihm auf die Spur: Kakao an sich ist ein sehr wertvolles Lebensmittel! Er enthält zum Beispiel viel Magnesium, vielleicht ist es das, was Ihrem Körper fehlt? Die Crux: Ihr Körper ist sehr pfiffig und weiß um die guten Eigenschaften des Kakaos, also sendet er Ihnen, dass das helfen könnte. Allerdings ist in unserer handelsüblichen Schokolade meist nicht sehr viel vom guten Kakao übrig, sodass Sie Massen davon essen müssten, um Ihren Magnesiumbedarf – um mal beim Beispiel zu bleiben – zu decken. Und gleichzeitig natürlich auch massenhaft Zucker mitesssen würden. Besser wäre in diesem Fall eine Schokolade in Rohkostqualität oder andere magnesiumhaltige Lebensmittel wie zum Beispiel Spinat, Sonnenblumenkerne oder Bananen. Wahrscheinlich wird sich Ihr Heißhunger nach gedecktem Bedarf wie von Zauberhand in Luft auflösen. 

Arbeiten Sie also künftig nicht mehr gegen Ihren Körper sondern mit ihm und finden Sie Stück für Stück heraus, was Ihnen und Ihrem Körper wirklich gut tut. Und machen Sie sich von dem Pflichtgefühl frei, irgendwann in Hosengröße 34 passen zu müssen, das gilt vor allem für die Frauen! Sicherlich, ein zu großes Übergewicht ist sehr ungesund, aber auch sehr unwahrscheinlich, wenn Sie wieder lernen, auf die Signale Ihres Körpers zu hören. Ich möchte Sie wirklich dazu ermutigen, sich selbst mehr zu vertrauen.

 

Zuletzt noch ein Beispiel zur Illustration: Wir wissen alle, wie gesund Obst ist. Und das ist es auch wirklich! Aber trotzdem kenne ich eine Frau, die kein Obst isst. Sie mag es schlichtweg nicht. Und nein, wirklich gar nichts, keine Bananen, keine Erdbeeren, keine Beeren und auch keine Mango. Und sie ist kerngesund, Sportschwimmerin, fit, es fehlt ihr an nichts. Warum auch immer, aber ihr Körper braucht offensichtlich einfach kein Obst. Egal, was alle sagen.

 

Die Bewegung

Bewegung ist das A und O, da führt kein Weg dran vorbei. Im englischen Sprachraum sagt man: „If you don't use it, you lose it“ und das gilt für unsere körperliche Vitalität unbedingt. Deswegen ist mein Rat an dieser Stelle kristallklar: Machen Sie Bewegung zu einem festen Bestandteil Ihres Lebens. Gehen Sie zu Fuß zur Arbeit oder fahren Sie mit dem Fahrrad. Ermuntern Sie auch Ihre Mitarbeiter dazu. Machen Sie abends noch einen kleinen Spaziergang oder gehen Sie eine Runde laufen. Nehmen Sie sich an freien Tagen und auch in den Pausen Zeit, an die frische Luft zu gehen.

In unserem Blogbeitrag Gesundheit ist Chefsache – Chefgesundheit auch! haben wir zum Thema bereits wertvolle Tipps zusammengestellt.

Spielen Sie draußen mit ihren Kindern oder Enkelkindern. Wenn Sie viel reisen, dann planen Sie Zeit für einen Spaziergang in Ihrer Gaststadt ein. Das hat einen weiteren Vorteil: Sie sehen nicht nur das Hotel und Ihren Gastarbeitsplatz, sondern lernen Stadt und Leute kennen. Oder gehen Sie in ein Fitnessstudio, besuchen Sie einen Yogakurs, schnuppern Sie mal in die Kurse in Ihrem Fitnesscenter hinein, die Sie noch nicht kennen.

Was auch immer Ihnen Freude bereitet: Machen Sie es und machen Sie es regelmäßig. Probieren Sie ein bisschen herum, was Ihnen Spaß macht. Hauptsache, Sie bleiben in Bewegung. Ihr Körper und Ihre Seele werden es Ihnen danken!

 

Für Sie und Ihr Team

Was sich für Sie selbst als wertvoll herausstellt, wird auch für Ihr Team eine Bereicherung sein. Machen Sie sich für ein gutes, gesundes Essen in hoher Qualität in Ihrer Kantine stark und stellen Sie Ihren Mitarbeitern Möglichlichkeiten zur Verfügung, sich ausreichend zu bewegen.

Auch hierfür haben wir einen Blogbeitrag für Sie parat: Bringen Sie Bewegung in Ihr Team - In 4 Schritten zu einem sportlicherem Team

Das muss alles nicht von heute auf morgen perfekt sein, aber Sie können einen Anfang machen und es wachsen lassen. Wir haben erst kürzlich die OKE, mittlerweile mit dem Health Award ausgezeichnet“, dazu interviewt. Und die Erfahrungen in diesem Unternehmen zeigen sehr deutlich, dass man mit sehr wenig anfangen und trotzdem sehr viel erreichen kann. Lassen Sie sich inspirieren: Die Mitarbeiterzufriedenheit in Unternehmen mit kleinem Budget erhöhen

  

Mit herzlichem Gruß

Kathrin Scheel

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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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