Homeoffice um jeden Preis? 3 Gründe, die gegen Homeworking sprechen und wie Sie sie anpacken

Kathrin Scheel

3 gute Gründe, Homeoffice zu vermeiden

Henkel-Vorstandschef Kasper Rorsted prophezeit in einem Interview mit der FAZ am 22.11.2015 den Tod der Präsenz-Kultur in Unternehmen: „Die Präsenz-Kultur stirbt aus, die Digitalisierung wird das endgültig beenden“, so der Vorstandschef.

In den letzten Wochen haben wir über unsere eigenen Erfahrungen in Bezug auf Homeoffice und Teleworking berichtet, die ausschließlich positiv waren.

In unserer Coaching- und Beratungspraxis werden wir aber auch mit den Schattenseiten des Homeworking konfrontiert.

Welche sind das? Wir haben 3 der wichtigsten Einwände aus unserer Coaching-Praxis für Sie zusammengetragen und nach Lösungsansätzen gesucht.

3 Gründe, warum Homeoffice bei Ihnen nicht funktionieren kann!

Kein Selbstmanagement

Ein Mitarbeiter möchte unbedingt von zu Hause arbeiten, stellt dann aber fest, dass er sich leicht ablenken lässt, seinen Rhythmus nicht findet und sich verzettelt.

Unser Tipp: Vereinbaren Sie bereits im Vorfeld Testphasen für einen begrenzten Zeitraum und werten Sie Ihre Erfahrungen und die des Mitarbeiters aus. Grundlage ist auch hier wieder ein vertrauensvolles Verhältnis.

Präsenz im Unternehmen nötig

Alle Mitarbeiter des Teams hätten gerne Homeoffice, aber bei einigen können die anfallenden Aufgaben tatsächlich nur vor Ort erledigt werden. Hier kann schnell das Gefühl der Ungleichbehandlung entstehen.

Unser Tipp: Sprechen Sie offen in Ihrem Team darüber und überlegen Sie, ob möglicherweise Aufgaben umverteilt werden können, um Gerechtigkeit walten zu lassen. Sollte dies nicht der Fall sein, überlegen Sie, wie Sie für die Mitarbeiter, die nicht vom Homeoffice profitieren können, einen Ausgleich herstellen können.

Fehlendes Vertrauen

Sie haben irgendwie kein gutes Gefühl in Bezug auf den Mitarbeiter, der sich mit dem Homeoffice-Wunsch an Sie wendet.

Unser Tipp: Wie wichtig wechselseitiges Vertrauen gerade beim Thema Homeoffice ist, hatten wir in unseren Beiträgen der letzten Woche bereits erwähnt. Es bringt beiden Seiten wenig, wenn Sie dem Wunsch Ihres Mitarbeiters mit einem unguten Gefühl nachkommen. Nutzen Sie besser die Gelegenheit, das Thema Vertrauen gegenüber dem Mitarbeiter anzusprechen und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen.

Reden und organisieren - das hört sich nach viel Aufwand an, werden Sie sagen – und das stimmt. Am Ende wird dieser aber belohnt durch zufriedene Mitarbeiter, die in einer guten Unternehmenskultur weitaus bessere Leistungen bringen.

Wir wünschen wie immer viel Spaß beim Experimentieren!

Ihre Kathrin Scheel

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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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