Gesund ins neue Jahr – So stärken Sie Ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz

Juliane Scheel

Dran bleiben - So setzte Sie Ihre guten Vorsätze im neuen Jahr um!

Gesundheit ist ein hohes Gut – wenn nicht das höchste. Eine bewusste Ernährung, der Kauf von Bioprodukten und regelmäßige Bewegung haben deshalb für viele längst einen festen Platz im Alltag. Und natürlich – und zum Glück – macht der Gesundheitstrend auch vor dem Arbeitsplatz nicht Halt.

Steigender Trend: Gesünder leben

Das Gesundheitsbewusstsein in unserer Gesellschaft steigt. Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren liegt im Trend, was sich nicht nur in den unzähligen Yoga-Angeboten und Bioprodukten niederschlägt: Die Daten der 2014 veröffentlichten GEDA-Studie des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass heute mehr Menschen sportlich aktiv sind als noch 2003. Auch die Zahl der Raucher ist gesunken. Das Internet trägt seinen Teil dazu bei, viele Menschen informieren sich über Gesundheitsfragen und die Selbstverantwortung für das eigene Wohlbefinden steigt.1

Diese gesamtgesellschaftliche Entwicklung macht natürlich auch vor dem Arbeitsplatz nicht Halt: Gesundheitsfördernde Maßnahmen und Programme werden zunehmend von Mitarbeitern eingefordert und die Unternehmen sind bestrebt, dem entgegenzukommen und ihre Mitarbeiter in einer gesünderen Lebensweise zu unterstützen.

Außerdem gibt es noch einen weiteren, sehr wichtigen Grund, sich für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu engagieren: Prävention im Hinblick auf psychische Erkrankungen. Hier nehmen die Fälle leider zu; mittlerweile sind laut dem Bundesministerium für Gesundheit rund 10 % der Fehltage durch psychische Erkrankungen bedingt, und das quer durch alle Altersschichten. Sie sind als Führungskraft oder Unternehmer also gefragt, umfassende, präventive Maßnahmen zu entwickeln, die durch alle Strukturen hindurch wirken.2

Was sind typische Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz?

Je nach Branche sind natürlich auch die gesundheitlichen Risiken unterschiedlich verteilt.
Beginnen Sie also damit, spezifisch für Ihre Mitarbeiter zu ergründen, welchen Risiken sie ausgesetzt sind. Achten Sie dabei auf die verschiedenen Beschäftigtengruppen innerhalb Ihres Unternehmens. Beobachten Sie außerdem die Krankheitsraten. Welche Auffälligkeiten gibt es? Sind bestimmte Gruppen häufiger krank als andere? Was sind
mögliche Gründe oder Zusammenhänge?

Grundsätzlich können wir 3 Risikogruppen unterscheiden:

  1. psychische Arbeitsfaktoren (Stress, Leistungsdruck, Multitasking/Ablenkung …)
  2. physische Arbeitsfaktoren (langes Sitzen, schweres Heben, schlechte Ernährung …)
  3. Umgebungsfaktoren (schlechte Beleuchtung, Lärm, schlechte Ausstattung …)

Wo liegen die Risiken in Ihrem Unternehmen? Erarbeiten Sie die Schwerpunkte Ihres Handlungsbedarfes und ergreifen Sie entsprechende Maßnahmen.

 

Auf dem Weg zu mehr Gesundheit

Wir haben für Sie Möglichkeiten zusammengestellt, mit denen Sie den Risikofaktoren begegnen können.
Hinweisen möchten wir aber auch an dieser Stelle noch einmal darauf, dass ein Maßnahmenkatalog immer ein erster Schritt sein kann, der systemische Blick auf das ganze Unternehmen aber in jedem Fall unerlässlich ist.

1. So können Sie psychische Belastung verringern

Hier gilt es vor allem, Stress am Arbeitsplatz zu reduzieren. Was können Sie als Arbeitgeber mit Ihren Mitarbeitern vereinbaren?

Zum Beispiel:

  • Pausen selber bestimmen lassen
  • Arbeitszeiten flexibel gestalten
  • Kooperation statt Konkurrenzkampf fördern
  • Wertschätzung leben
  • Mitarbeitergespräche zum Arbeitspensum führen (Sind die gestellten Aufgaben realistisch?)
  • Sicherstellen von Aufgaben-Fähigkeitspassung (Hat der Mitarbeiterdie nötigen Fähigkeiten für bestimmte Aufgaben? Werden Schulungen/ Weiterbildungen benötigt?)
  • Eingehen auf persönliche Belange wie z.B. Kinderbetreuung, Krankheit von Angehörigen, Trennungen (Gespräch suchen, Entlastung schaffen)
  • Rückzugsräume/Ruheräume schaffen
  • Workshops für Führungskräfte zum Thema (Wie gehe ich mit Mitarbeitern um, die ein psychisches, familiäres etc. Problem haben? Wie gehe ich mit Krankheitsfällen, Wiedereingliederung um?)
  • Angebote für alle Mitarbeiter zum Thema körperliche und mentale Gesundheit3

 

2. Verringern Sie physische Risiken durch sportliche Betätigung und gesunde Ernährung

Es gibt vielerlei Möglichkeiten, Mitarbeiter zum Sport zu motivieren bzw. ihnen zumindest die Zeit zu gewähren, um sich sportlich zu betätigen.

Hier bieten sich folgende Dinge an:

  • Teamsportevents (z.B. Teilnahme an einem Firmenlauf oder betriebsinternes Fußballturnier etc.); so stärken Sie gleichzeitig den Teamgeist
  • Gründung von Betriebssportgruppen
  • längere Mittagspause für Teilnahme an einem Sportkurs ermöglichen
  • Zuschüsse zu Fitnessstudio- oder Vereinsmitgliedschaften
  • Gesunde Verpflegung am Arbeitsplatz bereitstellen (Obstkorb, Smoothies …)
  • gesundes, frisches Kantinenessen anbieten
  • Teamkochevents in eigener Betriebsküche

 

3. Sorgen Sie für die richtige Ausstattung

Oft fangen gesundheitliche Probleme schon bei veralteter Ausstattung an. Nehmen Sie also die Arbeitsumgebung in Ihrem Unternehmen einmal kritisch unter die Lupe.

Achten Sie dabei zum Beispiel auf:

  • ergonomische, verstellbare Schreibtischmöbel
  • geringen Lärmpegel
  • ausreichende Beleuchtung
  • angenehme Raumtemperatur
  • Räume, in denen sich Mitarbeiter besprechen können, ohne andere bei der Arbeit zu stören
  • Raum für Entspannungsübungen

 

In der nächsten Woche verraten wir Ihnen außerdem, welche einfachen Maßnahmen Sie noch umsetzen können und verraten Ihnen konkrete Beispiele aus der Praxis!

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Sportliche Grüße,
Ihre Juliane Scheel

 

Quellenangaben: 1 Robert Koch-Institut (2014); 2 Bundesministerium für Gesundheit (2016); 3 Herbig, B.; Glaser, J. (2015); 4 Homepage der GASAG

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Juliane Scheel

Juliane Scheel ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin (M.A. Interkulturelle Kommunikation) und arbeitet als aktive Texterin und Lektorin sowohl im wirtschaftilchen als auch im akademischen Bereich. Zudem gibt sie Seminare und Schreibberatungen und ist damit zeitsprungs Fachfrau rund um die Themen Text und Kommunikation.

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