Wie Sie die Generation Y für Ihr Unternehmen gewinnen

Personalentwicklung Juliane Scheel

So gewinnen Sie die Generation Y für Ihr Unternehmen

Die Generation Y will nicht mehr einfach Geld verdienen. Sie will mehr und am liebsten will sie die ganze Welt auf den Kopf stellen – oder zumindest die Arbeitswelt. Sinnstiftend soll ihr Leben sein und mit den eigenen Werten vereinbar. Mit Kohle allein locken Sie die jungen Leute also nicht mehr hinter dem Ofen hervor. Denn die Yler wissen ganz genau, was sie wollen. Für Arbeitgeber bedeutet das vor allem eines: Sie müssen jetzt richtig was bieten, sonst machen die jungen Leute keinen Finger krumm. Wenn es Ihnen aber gelingt, einen wertbeständigen Arbeitsplatz zu schaffen, dann werden Sie reichlich dafür belohnt: Mit gut ausgebildeten, motivierten und mitdenkenden Angestellten, die mit all ihrer Entscheidungskraft hinter dem Unternehmen stehen und helfen, es voranzutreiben.

Finden Sie also heraus, wie Sie die Yler in Ihr Unternehmen bringen und langfristig in Ihr Team einbinden und Sie werden in jedem Fall profitieren!

Von X bis Y

Die Jugend hatte noch nie einen besonders guten Ruf: ungehobelt, völlig utopischen Werten verhaftet und mit einem komischen Geschmack kommen sie meistens daher, die jungen Leute. Das empfand schon der altgriechische Philosoph Sokrates so, der seinerzeit über die Jugend schrieb:

„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ Seit Sokrates so schimpfte, sind über 2500 Jahre ins Land gegangen. Ein bisschen recht hat er aber noch immer. Oder?

Etwas aufmüpfig zu sein, scheint der Jugend also im Blut zu liegen. Und wir können sehr froh sein, dass die Yler mit Schwung ins (Arbeits-)leben starten. Antriebslos sind die nämlich definitiv nicht. Entscheidungsschwach auch nicht. Und sie haben aus den Erfahrungen ihrer Vorgänger gelernt: Weder Konsum noch Geld machen wirklich glücklich. Für ein erfülltes Leben braucht es mehr als das.

Die Yler wollen mehr – aber mehr wovon?

Der Arbeitgeber steht nun also vor der Frage, was er bieten kann – und muss! – um die jungen Leute dafür zu begeistern, sich in seinem Unternehmen zu engagieren. Denn die Yler sind in der Regel nicht nur sehr gut ausgebildet, sie können sich ihren zukünftigen Arbeitsplatz auch frei wählen. Dadurch entsteht nach und nach ein völlig neues Entscheidungsgefälle aufdem Arbeitsmarkt:

Die Unternehmen suchen sich nicht mehr die Bewerber aus, sondern es sind die Bewerber, die sich ihr Unternehmen aussuchen.

Das heißt für Sie, dass sie eine Antwort auf das Y, das „Why?“, das Warum dieser Generation parat haben müssen:

Warum soll jemand, der sich im Grunde aussuchen kann, wo er seine Arbeitszeit verbringt, ausgerechnet für Ihr Unternehmen tätig werden? Eine vollständige Antwort auf diese Frage ist nicht in einem Satz darstellbar, denn die ist mindestens so individuell wie Ihr Unternehmen selbst. Dennoch kristallisieren sich im Rahmen unserer Beratungspraxis immer wieder besonders prägnante Eckpunkte heraus, an denen Sie sicher gut andocken können:

 

Authentizität

An erster Stelle steht immer Authentizität. Die Jugend heute ist dank des Internets so gut vernetzt wie noch nie und ist darüber hinaus in der Lage, blitzschnell Informationen in Erfahrung zu bringen. Sie haben also nur eine Chance, wenn Sie zu jeder Zeit ehrlich und authentisch auftreten. Leere Versprechungen werden Sie ebenso in Teufels Küche bringen wie die Verschleierung von Tatsachen. Lieber mal einen Fehler machen und dazu stehen, als sich zu winden wie ein Aal, um ein Scheinbild des Perfekten aufrecht zu erhalten, lautet hier die Devise.

 

Flexibilität und Unabhängigkeit

Dank der vielen digitalen Möglichkeiten gibt es schlichtweg keine Notwendigkeit mehr, viele Stunden am Stück an einem Ort zu verbringen. Es lässt sich im Prinzip von überall in der Welt aus arbeiten, auch im Team!

 

Vereinbarkeit

Freunde, Freizeit und vor allem ein ausgewogenes Familienleben sollten sich gut mit der Arbeit vereinbaren lassen. Der Generation Y sind Selbstverwirklichung und ein erfülltes Leben wesentlich wichtiger als tagein tagaus Geld zu scheffeln wie Dagobert Duck. Privat- und Berufsleben sollten einander ergänzen, nicht sich gegenseitig ausschließen.

 

So sprechen Sie die Generation Y erfolgreich an

Was können Sie nun also ganz konkret tun, um die Generation Y anzusprechen und langfristig erfolgreich in Ihr Unternehmen einzubinden? Nehmen wir beispielhaft die oben genannten Eckpunkte, die – so unsere Erfahrung – in den allermeisten Fällen ein sehr guter Anfang sind:

 

Netzwerken Sie mit!

Das heißt konkret: Legen Sie sich Social Media Accounts an und pflegen Sie diese regelmäßig. Treten Sie mit Ihren (potentiellen) Mitarbeitern in einen offenen und ehrlichen Dialog auf Augenhöhe; so erreichen Sie die jungen Leute auf die einfachste und effektivste Weise.

 

Erarbeiten Sie flexible Arbeitszeitmodelle!

Erlauben Sie regelmäßige Homeoffice-Tage oder denken Sie in Projekten, statt in Stunden. Das schafft Freiräume, die Ihre Mitarbeiter dankend annehmen werden. Und üben Sie sich hier in Vertrauen: Unserer Erfahrung nach steigt die Qualität der Arbeitsergebnisse in so ziemlich demselben Maße, in dem auch das Vertrauen in die Mitarbeiter steigt.

 

Öffnen Sie sich für Familien!

Richten Sie zum Beispiel ein Still- und/oder Spielzimmer ein, sodass die Kleinsten bei Betreuungsengpässen unkompliziert mitgebracht werden können. Und vergessen Sie nicht, beim nächsten Sommerfest die ganze Familie einzuladen! Ihre Mitarbeiter sind eingebunden in ein soziales Netz; nicht nur auf Arbeit, sondern auch in ihrer Freizeit. Da ist es doch schön, wenn man sich gegenseitig kennenlernt. Das fördert die Bindung und das gegenseitige Verständnis füreinander.

 

Die Generation Y - der neue Wind auf dem Arbeitsmarkt

Die Generation Y trägt einen Wind der Veränderung auf den Arbeitsmarkt, der anfangs etwas von einem Sturm haben kann. Aber wir denken, dieser Umbruch ist richtig und wichtig. Und mit ein wenig Hintergrundwissen können Sie den Wandel sehr gut für sich nutzen! In unserem unverbindlichen und kostenfreien Onlinekurs zum Thema Employer Branding verraten wir Ihnen, wie es geht. Hier geht es direkt zur kostenlosen Kurs-Anmeldung.

 

Wir wünschen viel Erfolg!
Ihre Juliane Scheel

 

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Juliane Scheel

Juliane Scheel ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin (M.A. Interkulturelle Kommunikation) und arbeitet als aktive Texterin und Lektorin sowohl im wirtschaftilchen als auch im akademischen Bereich. Zudem gibt sie Seminare und Schreibberatungen und ist damit zeitsprungs Fachfrau rund um die Themen Text und Kommunikation.

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