Das liebe Geld & Ihre Pläne

Juliane Scheel

Weil wir ja, in Vorbereitung auf unser Seminar am 28. Juni, gerade beim Thema Pläne umsetzen sind: Ich kenne kaum jemanden, der „mehr Einkommen“ in irgendeiner Form nicht auf seiner Wunsch- und Planliste hat. Mich eingeschlossen. Allerdings ist das auch eines der schwierigsten Wünsche. Und zwar nicht etwa, weil es wirklich schwierig wäre, sondern weil wir es uns so schwer machen. Denn mit kaum einem Thema sind so viele negative Glaubenssätze verbunden wie mit dem Geld. Und gleichzeitig sind diese dunklen Glaubenssätze so ziemlich das einzige, was wir überhaupt über Geld wissen. Wie man seine Finanzen vernünftig managen kann, das wissen nur wenige. Auch wenn wir am 28.06.2018 keinen „Wie komme ich zu mehr Geld-Workshop“ anbieten, spielt das liebe Geld doch immer wieder eine Rolle beim Verwirklichen wichtiger Lebensziele. „Ich brauche die Sicherheit“ oder „Ich kann mir das Leben, das ich mir wünsche, nicht leisten“ sind Aussagen, die wir in unserer Praxis sehr oft hören.

Was haben Sie schon alles über Geld gehört? Vielleicht von Ihren Eltern, Ihren Großeltern oder auch von Freunden? Sicher kennen Sie diese Aussagen:

- Geld macht nicht glücklich.

- Geld stinkt.

- Geld verdirbt den Charakter

- Zeit ist Geld

- Über Geld spricht man nicht

- Ich brauche mehr Geld …

Ich könnte die Liste ewig fortsetzen, Sie sicher auch?! Die Wahrheit ist: All das stimmt so nicht. Denn, sehen wir es für ein leichtes Verständnis mal buddhistisch: Geld an sich ist leer. Es ist einfach da, als Tauschmittel, damit wir eben nicht mehr Gänse gegen Kartoffeln tauschen müssen. Damit ist das Geld an sich vollkommen neutral, ist weder gut noch schlecht, weder ein Glücksbringer noch ein Unglücksrabe. Denn die eigentliche Frage ist doch, was wir mit dem Geld MACHEN. Und hier wird mir (hoffentlich) kaum jemand widersprechen, wenn ich sage: Je mehr Geld wir haben, desto mehr Gutes können wir auch damit tun. Für uns und für andere. Wenn wir es uns leisten können, dann können wir geben, dann können wir schenken. Also ja, ich glaube, dass Geld ein Teil von Freiheit ist. Sein kann. Glücklich macht es sicher nicht, zumindest nicht alleine. Aber wir können es nutzen, um Dinge damit zu tun, die zu unserem Glück beitragen: Uns weiterbilden, reisen, unsere Träume verwirklichen. Vielleicht können wir uns also für den Anfang (erfahrungsgemäß sitzen die negativen Glaubenssätze zum Geld sehr, sehr tief) zumindest darauf einigen, dass Geld auf jeden Fall das Potenzial hat, gut zu sein. Das ist die Grundvoraussetzung.

 

Einer der größten Fehler, wenn es um Geld geht

Wenn wir mehr Geld zur Verfügung haben wollen, dann brauchen wir im Grunde zwei Fähigkeiten: Wir müssen a) mehr Einkommen generieren und b) vernünftig mit dem Geld umgehen. Interessanterweise ist a), also mehr Einkommen zu generieren, oft gar nicht das große Problem. Das Problem ist, dass wir dann, wenn wir mehr Geld zur Verfügung haben, auch sehr schnell verschwenderisch werden mit unserem Geld: „Wir haben es ja gerade“. Ich bin definitiv so ein Fall. Und ehe wir uns versehen, ist alles wieder weg. Lotto-Millionäre sind auch oft eine Bestätigung dieser Theorie: Man sollte meinen, sie können ihr ganzes Leben lang von ihrem Gewinn leben, aber Pustekuchen! In den meisten Fällen ist das Geld sehr schnell wieder weg. Es geht also weniger darum, von jetzt auf gleich viel zu haben, sondern das, was wir haben, gut zu managen und zu überlegen, wofür wir es verwenden: für den klugen Aufbau des eigenen Unternehmens, um sinnvolle Projekte durchzuführen oder zu unterstützen oder ob wir es einfach so verschleudern.

Das bringt uns also zu b): Wir müssen gut umgehen lernen mit unserem Geld – sowohl privat als auch im Unternehmen. Konkret heißt das, gut zu budgetieren. Wie viel haben wir eigentlich (realistisch) zur Verfügung? Wie hoch sind unsere Ausgaben? Haben wir etwas für unvorhergesehene Ausgaben eingeplant (der kaputte Laptop, zum Beispiel)? Und natürlich auch: Wo können wir sparen? Ja, ohne Sparen geht es glaube ich nicht, auch wenn das Wort „Sparen“ vielleicht erst mal etwas bieder klingt. Aber ich habe einen anderen Zugang dazu gefunden. Nämlich die Frage: Was brauche ich denn eigentlich wirklich? Und wovon erzählen mir vor allem Werbung, Industrie und Gesellschaft, dass ich es brauche? Oder auch: Wo kann ich mich ohne großen Aufwand unabhängig machen? Minimalismus als Lebensphilosophie wird deshalb ein Punkt in unserem Workshop sein.

Ein einfaches Beispiel: Ich trinke ja wirklich gerne Kaffee. Und weil ich mit meinen Kindern viel unterwegs bin, habe ich mir nachmittags immer irgendwo mindestens einen Kaffee geholt. Einen guten auch, da bin ich zugegeben etwas wählerisch. Also locker 3,50 Euro + jeden Tag weg. Brauche ich das wirklich, habe ich mich gefragt. Auf den Kaffee will ich nicht verzichten, deshalb habe ich mir jetzt eine schicke Thermoskanne gekauft und nehme mir meinen Kaffee immer mit. Ich reduziere also die 3,50-Ausgabe drastisch, habe meinen Kaffee, ohne dass ich einen Coffeeshop suchen und mich irgendwo anstellen muss. Und für die Umwelt ist es auch besser.

Fakt ist: Sparen ist nicht bieder. Die Frage: „Will ICH das wirklich?“ bringt uns vielmehr zu unseren ganz eigenen Werten, lässt uns herausfinden, was uns wirklich wichtig ist. Sparen meint also auf keinen Fall geizig zu werden oder sich nichts mehr zu gönnen. Sondern bewusst zu entscheiden, was ich will und brauche – undwas eben nicht.

 

Zum Abschluss: Geld ist toll!

Zu guter Letzt ein paar gute Glaubenssätze zum Thema Geld, damit Sie Ihr Mindset möglichst schnell ändern. Und für alle, die Ihre Geldpläne – und auch alle anderen Vorhaben, Ideen und Visionen – ab sofort Realität werden lassen wollen: Am 28. Juni 2018 hält Kathrin Scheel ein Seminar zu genau dem Thema. Alle Informationen und Infos zur Anmeldung finden Sie hier.

  • Das Geld liegt auf der Straße, ich muss es mir nur holen

  • Geld bewirkt viel Gutes

  • Geld ist Freiheit

  • Geld ist mein Freund

  • Geld zu verdienen ist einfach

  • Gute Menschen sollten immer vermögend sein.

Zum letzten Punkt fällt mir noch eine kleine Geschichte ein, die muss ich noch erzählen. Es ist schon ein bisschen her, da stand ich an einem Obststand in der Schlange, als der Mann hinter mir mich ansprach. Er erzählte mir von einer Frau, die sich gerade über ihm eine Wohnung gekauft hatte. Gekauft, wohlgemerkt (er betonte das sehr und nicht ohne Empörung). Und das obwohl sie doch Sozialarbeiterin ist! Unmöglich fand er das. Ich war erstmal sehr irritiert: „Ja, warum denn auch nicht?“, dachte ich bei mir. Und dann ist mir eine absolute gesellschaftliche Schieflage zum ersten Mal so richtig bewusst geworden: Menschen, die einer sozialen Arbeit nachgehen, die sind in unseren Köpfen immer arme Kirchenmäuse. Müssen das irgendwie sein, sonst sind sie nicht ehrlich oder machen die Arbeit nicht aufrichtig. Wie absurd! Das sind mit die wichtigsten Menschen unserer Gesellschaft und sie verdienen es genauso wie jeder andere auch, sich ein gutes Leben leisten zu können. Also bitte, bitte, machen Sie sich frei davon, dass es irgendwie gut sei, kein Geld zu haben und dass es schlecht ist, wenn Sie es haben. Vielmehr geht es um ein bewusstes Leben und die Frage zwischen Sein und Haben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche.

Herzlichst Ihre

Juliane Scheel

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Juliane Scheel

Juliane Scheel ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin (M.A. Interkulturelle Kommunikation) und arbeitet als aktive Texterin und Lektorin sowohl im wirtschaftilchen als auch im akademischen Bereich. Zudem gibt sie Seminare und Schreibberatungen und ist damit zeitsprungs Fachfrau rund um die Themen Text und Kommunikation.

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