Fortschritt durch Reflexion – Ihr agiles Employer Branding

Führung & Unternehmenskultur Kathrin Scheel

Reflexion - Employer Branding durch die agile Methode Reflexion weiter entwickeln

In unserer November-Serie zeigen wir Ihnen, wie Sie das Thema Employer Branding mit agilen Methoden angehen können – zeitsparend und effizient.
 
Vor zwei Wochen hatten wir den Nutzen agiler Methoden für die Entwicklung Ihrer Arbeitgebermarke im Visier "Zu wenig Zeit für Ihr Employer Branding? Warum Sie das Thema agil angehen sollten" und am vergangenen Montag ging es um die nachhaltige Geschwindigkeit, die wir für ein erfolgreiches Voranschreiten unbedingt empfehlen "Nachhaltige Geschwindigkeit für Ihr Employer Branding".
 
Heute nun werfen wir einen Blick auf das Thema Reflexion, das zum Einmaleins des agilen Arbeitens gehört.

Reflexion und was sie kann

Reflexion und Entwicklung hängen eng zusammen. Nur durch das Reflektieren dessen, was wir getan haben, können wir lernen. Was mache ich beim nächsten Mal genauso? Was mache ich anders? Schon Kleinkinder gehen so beim Lernen vor. Und für lernende Organisationen sind Reflexionsprozesse zwingend notwendig. Lessons learned gehören mit Sicherheit auch zu Ihrem Alltag.
 
Doch was macht die Reflexion beim agilen Arbeiten besonders?

Es sind aus unserer Sicht zwei herausragende Punkte, die wir Ihnen auf keinen Fall vorenthalten möchten:

1. Kurze Feedbackschleifen

Zum einen sind es die kurzen Feedbackschleifen, die am Ende einer jeden kurzen Entwicklungsperiode stehen. Dem Kunden – in Ihrem Employer Branding Prozess sind das Ihre Mitarbeiter -  werden fertige Teilprodukte vorgestellt. Auf dieser Grundlage können Sie Änderungs- und Optimierungswünsche Ihrer Kunden aufnehmen. Sie holen sich also abschnittsweise schnell und unkompliziert die Meinung Ihrer Mitarbeiter ein und nutzen dieses Feedback für den weiteren Prozess.

2. Die Feedbackkultur agiler Methoden

Zum zweiten ist es die Feedbackkultur agiler Methoden, aus der Sie jede Menge lernen können. In einem Scrum-Prozess zum Beispiel gehören die Sprint-Review (die Präsentation eines Teilproduktes) und die Retrospektive (ein Rückblick auf den Prozess der Erarbeitung des Produktes) zu den vorgegebenen Events.[1] <#_ftn1>

Wir möchten unseren heutigen Blogbeitrag dem ersten Punkt, den kurzen Feedbackschleifen, widmen. Punkt 2 folgt dann in einem späteren Beitrag.

 

Wie also können Sie kurze Feedbackschleifen für Ihren Employer Branding-Prozess adaptieren?

Es ist ziemlich einfach:

1.

Die Entwicklung Ihrer Arbeitgebermarke haben Sie bereits in überschaubare Teilschritte gesplittet, die Sie in kurzen Etappen abarbeiten können. Themen könnten hier z.B. die Zielgruppenanalyse für Ihr Recruiting, die Themen Gesundheitsmanagement, Talentmanagement etc. sein. In unserem eBook zum Thema Employer Branding "Erfolgsfaktor Employer Branding - Leitfaden für attraktive Arbeitgeber" finden Sie alle wichtigen Bereiche. Widmen Sie sich den Themen nacheinander in kurzen Phasen. Wir empfehlen einen 2-Wochenrhythmus. Brauchen Sie für ein bestimmtes Thema mehr Zeit? Dann nehmen Sie sich diese. Ihr Zeitrahmen sollte jedoch nie länger als 4 Wochen sein.

Verinnerlichen Sie, dass ein schrittweises Vorgehen der beste Weg ist, komplexe Themen anzugehen. So, wie Sie auch einen Berg besteigen würden: Konsequent Schritt für Schritt und nicht in wilden Sprüngen. Denken Sie an den 20-Meilen-Marsch, den wir Ihnen in der letzten Woche vorgestellt haben, in dem es um das Thema nachhaltige Geschwindigkeit ging.

2.

Jeweils am Ende einer Etappe steht die Präsentation, in der agilen Welt Review genannt. Hier stellen Sie das Teilprodukt Ihres Employer Branding, an dem Sie in den letzten Wochen gearbeitet haben, vor. Von den Teilnehmern Ihrer Präsentation holen Sie sich Feedback ein. Anschauen und anpassen – das sind die immer wiederkehrenden Grundschritte, die sich im agilen Arbeiten zu einer Choreografie fügen.

 

Wer sollte an Ihrer Präsentation teilnehmen?

  • Auf jeden Fall die Kunden, also Ihre Mitarbeiter oder bei größeren Firmen Vertreter der Mitarbeiter
  • Das Projektteam, also die Leute, die das Thema Gesundheitsmanagement erarbeitet haben
  • Der- oder Diejenige, der den Hut für das Thema aufhat – das sind wahrscheinlich Sie als Personaler
  • ggf. Ihr Betriebsrat
  • Wen betrifft das Thema noch? Wen laden Sie noch ein?


Was sind wesentliche Inhalte?

Das Entwicklungsteam zeigt die wesentlichen Ergebnisse der letzten Etappe auf. Die nachfolgende Struktur kann Ihnen dabei helfen:

  1. Benennen Sie das Ziel der Etappe
  2. Inwiefern wurde das Ziel erreicht?
  3. Stellen Sie das Ergebnis auf eine interessante, motivierende Art vor. Visualisieren Sie die Ergebnisse, so bleiben sie besser im Gedächtnis.
  4. Die Teilnehmer geben Feedback und das weitere Vorgehen / weitere Schritte werden vereinbart
  5. Geben Sie einen Ausblick auf die nächste Etappe


Wieviel Zeit wollen Sie einplanen?

Wir empfehlen einen Zeitrahmen von ca. 1 - 1,5 Stunden. Schauen Sie, dass Sie Ihre Präsentation gut vorbereiten und strukturieren. Endlosdebatten nutzen in der Regel wenig.


Natürlich können Sie das beschriebene Vorgehen auch auf alle anderen Bereiche Ihrer Unternehmensentwicklung anwenden; ganz egal, ob es um die strategische Ausrichtung, um Ihre Unternehmenskultur oder die Optimierung von Abläufen und Prozessen geht.
 
Haben Sie Fragen, dann melden Sie sich gerne. Wir freuen uns!

Herzlichst Ihre
Kathrin Scheel


Quelle: Alexander Schaaf, key2know, Weiterbildung agile Methoden, Nov. 2017

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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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