Fit im Kopf durch bilaterale Hemisphärenstimulation

Kathrin Scheel

Konzentration Übung Gehirn

 

Nun können wir es nicht mehr leugnen: Auch der schönste Sommer hat mal ein Ende und die dunkle Jahreszeit kommt mit großen Schritten. Da ist die kleine Kaffeepause gleich noch verlockender und auf Facebook kann man ja auch mal ganz kurz gucken, wie es den anderen mit der Dunkelheit so geht. Und vielleicht ist es auch eine gute Idee, dieses Jahr schon extra-früh mit den Weihnachtsvorbereitungen zu beginnen? Um nachher nicht wieder so in Stress zu geraten? Wissen Sie schon, worauf ich hinaus will? Genau: Ablenkungen lauern an jeder Ecke und Fokus und Konzentration können gerade jetzt zu echten Herausforderungen werden. Kennen wir alle, oder?

 

Die gute Nachricht: Sie haben sich die Pausen auch wirklich verdient

Wir müssen ausreichend Pausen machen, sonst verlässt uns die Konzentration früher oder später definitiv! Es ist also wirklich wichtig, dass Sie sich regelmäßige Auszeiten einplanen. Hier lauert aber schon die nächste Challenge: Wenn Sie ohnehin schon viel am Computer arbeiten, ist ein Youtube Video gucken und dabei einen Schokoriegel naschen KEINE Pause! Auch eine Runde auf Facebook surfen oder bei Spiegel online die neuesten News checken ist keine Pause! Ein kleiner Tipp am Rande: Es lohnt sich, für all diese Dinge bewusst Zeit am Tag zu blocken. Dann können Sie ohne schlechtes Gewissen auch die neuesten Nachrichten  aus aller Welt verfolgen und müssen das nicht in Ihre Pausen legen.

Aber zurück zur Auszeit: Eine wirkliche Pause ist nur die Zeit, in der Sie wirklich etwas anderes machen als vor dem Computer zu sitzen.

Klappen Sie also den Laptop zu, stehen Sie auf, strecken Sie sich und laufen Sie ein paar Schritte. Oder noch effektiver (und Spaß macht es auch!): machen Sie ein paar Übungen zur bilateralen Hemisphärenstimulation! Das ist wie ein Espressoshot für Ihre Konzentration. Nur gesünder. Und nachhaltiger.

 

Bilaterale Hemisphären ... WAS?

Also, bilaterale Hemisphärenstimulation, das heißt im Grunde: Die Förderung der Zusammenarbeit unserer rechten und linken Gehirnhälfte. Denn, wie Sie vielleicht schon wissen, übernehmen beide Gehirnhälften schwerpunktmäßig unterschiedliche Aufgaben.

 

Stress stört die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften

Jede Gehirnhälfte hat also ihre Stärken und bildlich können Sie sich das so vorstellen:

 

 

Die linke Gehirnhälfte ist vor allem für sprachlich-analytischen Aufgaben zuständig, während die rechte die kreative und eher ganzheitlich ausgerichtete ist. Um unser volles kognitives und emotionales Potenzial entfalten zu können, ist es sehr hilfreich, die rechte und linke Gehirnhälfte gut miteinander zu verbinden. Und genau dieser Prozess kann durch Stress-Situationen gestört werden. Rechte und linke Gehirnhälfte kooperieren dann nicht mehr optimal. Durch entsprechende Übungen kann es uns aber gelingen, eine gute Zusammenarbeit wiederherzustellen und alles wieder ins Fließen bringen.

Neben den Atemtechniken sind die Übungen zur bilateralen Hemisphärenstimulation eine weitere Möglichkeit, geistige Fitness und damit emotionale Stärke

  • schnell wieder zurückzugewinnen oder
  • durch regelmäßiges Training die emotionale Grundstabilität zu erhöhen.

 

Wie sehen Übungen zur bilateralen Hemisphärenstimulation aus?

Unser Gehirn wird kontralateral stimuliert. Das heißt, dass Bewegungen, die wir mit der rechten Körperhälfte ausführen, die linke Gehirnhälfte aktivieren und umgekehrt. Führt man sogenannte Überkreuzbewegungen aus, werden beide Gehirnhälften mit ihren unterschiedlichen Funktionen schnell und gut zusammengebracht. Sicher kennen Sie viele dieser Überkreuzbewegungen: es fallen quasi alle Koordinations- und Geschicklichkeitsbewegungen hierunter. Und es gibt ein paar speziell entwickelte Übungen, die kurz genug für jede Pause sind und dafür sorgen, dass Sie danach mit voller Kraft wieder in die nächste Arbeitsrunde starten können. Führen Sie diese Übungen regelmäßig durch und Sie werden merken, wie sich Ihre Konzentrationsfähigkeit und Ihre Kreativität spürbar verbessern.

 

Unsere 4 Best-of-Übungen, um Ihr Gehirn zwischendurch schnell auf Trab zu bringen

Übung 1
Stellen Sie sich hin und berühren Sie mit der linken Hand Ihre rechte Fußsohle und dann mit der rechten Hand die linke Fußsohle – entweder vor oder hinter dem Rücken oder abwechselnd: einmal vorne, dann hinten ...

Übung 2
Nehmen Sie beide Arme nach links oben und lassen Sie sie nach rechts unten fallen – gleichzeitig schwingen Sie das rechte Bein von rechts (hinten) unten nach links (vorne) oben ...

Übung 3
Bewegen Sie den rechten Arm nach oben, zur Seite und nach unten (3-4 Wiederholungen); anschließend bewegen Sie den linken Arm nur nach oben und nach unten (auch 3-4 Wiederholungen).

Nun koordinieren Sie die Bewegungen: beginnen Sie, indem Sie beide Arme nach oben nehmen, dann den rechten Arm zur Seite, nach unten, nach oben …. usw. und gleichzeitig den linken Arm nur nach unten und nach oben…. – Am Anfang scheint es schwierig, aber schon nach wenigen Minuten wird Ihnen die Übung gelingen!

Übung 4
Nehmen Sie zwei kleine Dinge in jeweils eine Hand (gut geeignet sind Walnüsse, Radiergummis, Bonbons). Werfen Sie nun die Dinge gerade nach oben in die Luft und fangen Sie diese wieder auf, indem Sie die Hände kreuzen. 
Hinweis: Nicht die Dinge über Kreuz werfen, sondern die Hände zum Fangen kreuzen!

 

Übung für Fortgeschrittene:

Wenn Sie mit den Übungen eine gewisse Sicherheit erlangt haben, können Sie den Schwierigkeitsgrad erhöhen, indem Sie die Seiten wechseln:

  • Bei der Übung 3 zum Beispiel nehmen Sie nun den linken Arm nach oben, zur Seite und nach unten und entsprechend den rechten Arm nur nach oben und unten.
  • Bei der Übung 4 wechseln Sie die Hand, die am Ende oben liegt. Und dann können Sie es auch im Wechsel machen: Bonbons nach oben werfen, über Kreuz fangen, dass die rechte Hand oben liegt, dann wieder nach oben werfen und so fangen, dass die linke Hand oben liegt .... und dann immer im Wechsel.

 

Und jetzt: Machen, machen, machen!

Sie wissen ja: Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es. Und zwar am besten sofort. Nehmen Sie sich also genau jetzt Ihren Kalender oder Ihr Notebook zur Hand und entwerfen Sie Ihr eigenes Übungsprogramm: Überlegen Sie, welche der Übungen (natürlich gerne auch eigene, wenn Ihnen noch welche einfallen!) Sie täglich machen wollen. Planen Sie für den Anfang ein Fünfminutenprogramm, das Sie wirklich immer und überall durchführen können. Wenn Sie sich das zur Gewohnheit gemacht haben, können Sie auch auf 10 Minuten erweitern.

Noch mehr Spaß macht es in der Gruppe! Holen Sie sich Kollegen mit an Bord und machen Sie die Übungen gemeinsam! Manche können am Anfang ein bisschen ungelenk aussehen, das ist dann quasi der Bonuspunkt: Es lockert die Stimmung auf und es gibt viel zu Lachen. Und wie

 

Ihre Kathrin Scheel

Weitere Blogbeiträge zum Thema Gesundheit:

Keinen Blogbeitrag mehr verpassen

Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

Zurück

Kommentare