Fit for Spring-Challenge. Wer bin ich und was hat das mit Employer Branding zu tun?

Personalentwicklung Juliane Scheel

employer branding, weiterbildung, mitarbeiterentwicklung

Trainierten Führungskräften gelingt es signifikant besser, „in der Wahrnehmung ihrer Mitarbeitenden eine Atmosphäre von Stärke und Vertrauen zu entfalten. Gleichzeitig steigt in der Selbstwahrnehmung der trainierten Führungskräfte ihre eigene Führungsmotivation.“ Das ist das Ergebnis einer Wirksamkeitsstudie zum Zürcher Ressourcenmodell. [1]

Wenn Sie uns kennen, dann kennen Sie uns: Für uns hört Erfolg nicht mit Ihrem Beruf auf und fängt auch nicht dort an. Erfolg fängt vielmehr bei Ihnen an. Bei Ihnen als Mensch, bei Ihnen als Persönlichkeit. Dazu gehört auch, dass Sie sich selbst gut kennen. Dass Sie eine klare Vision haben, Werte, hinter denen Sie zu 100 % stehen können. Und dass Sie sich gut um sich kümmern. Dass Sie körperlich und mental fit und im Einklang mit sich sind. All das ist unserer Ansicht und Erfahrung nach ausschlaggebend für Ihren privaten und beruflichen Erfolg. Und deshalb haben wir für den März eine besondere Blogreihe für Sie vorbereitet:

Unsere Fit for Spring – Challenge.

Jetzt, zum Frühlingsanfang, wird sich auf unserem Blog alles um Sie drehen. Nehmen Sie sich die Zeit, um das Fundament für all Ihre beruflichen und privaten Erfolge einmal einem gründlichen und kritischen Frühjahrsputz zu unterziehen. Und um diese Themen wird es gehen: 

  1. Thema heute ist Klarheit. Wer sind Sie? Wo liegen Ihre Stärken – und wo Ihre Schwächen?
  1. In der nächsten Woche steht Ihr Mindset im Vordergrund. Welche Glaubenssätze prägen Ihr tägliches Handeln tatsächlich? Was hält Sie zurück, was blockiert Sie? Welche Werte beeinflussen Ihre täglichen Entscheidungen? Welche Vision lässt Sie jeden Morgen aufstehen? Die richtige mentale Ausrichtung ist ausschlaggebend für Ihren Erfolg.
  1. Im dritten Teil dreht sich alles um Ihre körperliche Gesundheit. Einfache Tipps, die Sie schnell und einfach in Ihren Alltag integrieren können und die Ihnen so zu mehr Fitness, Kraft und Wohlbefinden verhelfen.
  1. Im vierten und letzten Teil befassen wir uns dann noch mit dem wichtigen Thema Loslassen. Und ein bisschen mit Ostern, denn das steht dann quasi schon vor der Tür.

 

Lernen Sie sich noch besser kennen

Sie selbst sind der Ausgangspunkt für all Ihre Erfolge, ob nun beruflich oder privat. Wenn Sie nicht ausreichend Klarheit darüber haben, wer Sie wirklich sind, was Ihre Stärken und Schwächen sind, dann wird es für Sie schwierig werden, ein erfolgreiches Business auf- und auszubauen. Denn dann wird es Ihnen – und Ihren Partnern und Mitarbeitern! - immer an der nötigen Klarheit und inneren Stärke und Konsistenz fehlen. Deshalb steht im ersten Teil unserer Fit for Spring-Challenge niemand anderes im Mittelpunkt als Sie selbst. 

Ich zeige Ihnen gleich eine Übung, die erfahrungsgemäß sehr wirksam und tiefreichend ist. Aber natürlich bringt auch die beste Übung nur dann etwas, wenn sie gewissenhaft ausgeführt wird. Also, holen Sie sich eine Tasse Tee, schnappen Sie sich Stift und Papier und nehmen Sie sich einen Moment Zeit für sich.

Übung: Eigenschaften verinnerlichen und Schwächen in Stärken umwandeln

Haben Sie alles? Dann schreiben Sie nun mindestens 10 Eigenschaften auf, die Sie selbst beschreiben. Seien Sie dabei ehrlich zu sich, nennen Sie sowohl Ihre Stärken als auch Ihre Schwächen – außer Ihnen selbst liest den Zettel ja niemand. Wenn Ihnen keine Eigenschaften im Sinne von Adjektiven mehr einfallen (z.B. gesellig, klug, ungeduldig, kreativ, selbstkritisch …), dann können Sie gerne auch die Dinge aufschreiben, die Sie gerne machen. Auch das gibt sehr viel Aufschluss über Ihre Persönlichkeit.

Es ist sehr wichtig, dass Sie so viele Charakteristika wie möglich sammeln, sonst werden Sie an der Oberfläche hängenbleiben.

Wenn Sie mit Ihrer Liste fertig sind, dann fragen Sie als nächstes ein paar Freunde und Ihre Familie: Wie schätzen die Sie ein? Fragen Sie sie ganz konkret: „Was denkst du, wie bin ich? Was macht mich deiner Meinung nach aus?“ Machen Sie sich auch hier Notizen und gleichen das mit Ihrer eigenen Liste ab. Nochmal: Es ist sehr wichtig, dass Sie ehrlich sind! Auch wenn Ihnen manches vielleicht nicht so sehr gefällt, unsere Schwächen gehören genauso zu uns wie unsere Stärken; niemand von uns wäre komplett, wenn er nicht beides hätte. Und so manches Mal stellt sich eine Schwäche auch als Stärke heraus, wenn man sie in einem anderen Blickwinkel betrachtet.

Natürlich sehen unsere Freunde und vor allem unsere Familie auch manchmal etwas in uns, was gar nicht (mehr) da ist. Das gilt vor allem für unsere Ursprungsfamilie, zum Beispiel, wenn Ihre Mutter sagt: „Als Kind warst du immer so interessiert an Technik.“ Manchmal haken sich solche Erfahrungen bei unseren Eltern so fest, dass sie bis heute unvergessen sind; auch wenn Sie Ihren technischen Wissenshunger schon mit Ihrem Technikbaukasten in der Kindheit vollkommen gestillt haben. In so einem Fall freuen Sie sich über das gute Gedächtnis Ihrer Mama und nehmen „technikaffin“ einfach nicht in Ihre Liste mit auf.

 

Gewinn: Wie Sie Ihre Stärken und Schwächen im Alltag optimal nutzen

Nehmen Sie sich als nächstes Ihre aktuelle Aufgabenliste und gleichen Sie diese einmal mit Ihren Stärken und Schwächen ab. Versuchen Sie neutral zu beurteilen: Welche Aufgaben werden Ihnen sehr leicht fallen, weil Sie die nötigen Skills dafür mitbringen?

Und für welche werden Sie eher länger brauchen, weil Sie sich in das Thema einarbeiten müssen oder weil das vielleicht eine Aufgabe ist, die Sie einfach nicht so gerne machen? Letztere delegieren Sie – am besten an denjenigen oder diejenige aus Ihrem Team, die für diese Aufgabe ein besonderes Talent hat!

Das ist eines der größten Geheimnisse erfolgreicher Menschen:

Wir sind besser, wenn wir nicht alles selbst machen! Gerade Führungskräften fällt es oft schwer, Aufgaben in andere Hände zu geben. Und gleichzeitig werden gerade Ihre Mitarbeiter am meisten davon profitieren, wenn Sie es doch tun!

In unserem eBook zum Employer Branding haben wir deshalb ein ganzes Kapitel dem Thema gewidmet, wie Sie den Talenten Ihrer Mitarbeiter auf die Spur kommen.

Nehmen Sie sich abschließend nochmal Zeit, Ihre Liste einfach auf sich wirken zu lassen. In aller Regel ist es eine gute Liste mit wesentlich mehr Stärken als Schwächen. Und nochmal: Auch Ihre vermeintlichen Schwächen können sich in vielen Situationen als Stärken entpuppen.

Hierzu abschließend eine kleine Geschichte:
Es war einmal eine Frau, der wurde Zeit ihres Lebens erzählt, sie würde zu viel reden. Das sei ihre große Schwäche: Sie rede einfach zu viel. Nun stand die Frau immer, wenn sie neue Leute kennenlernte, vor einem großen Dilemma: Entweder, sie versuchte mit aller Kraft zu schweigen. Dann fand man sie irgendwie komisch, nicht authentisch. Oder, sie redete, wie es nun mal ihre Natur war, dann ärgerte sie sich später über sich selbst, weil sie wieder einmal ihrer Schwäche nachgegeben hatte. Erst Jahre später sagte jemand den alles verändernden Satz zu ihr: Was ist, wenn das Reden nicht deine Schwäche, sondern deine große Stärke ist? 
Noch ein paar Jahre später bezahlte man ihr sehr viel Geld dafür, dass sie redete. 
Wessen Geschichte das ist? Die Rede ist von Vera F. Birkenbihl, eine der erfolgreichsten Management-Trainerinnen unserer Zeit.

 

Welche Stärken liegen in Ihren vermeintlichen Schwächen? Holen Sie sich am besten noch eine zweite Tasse Tee, denken Sie darüber nach und wenn Sie Lust haben, schreiben Sie uns!

Wir freuen uns! 

Herzlichst Ihre
Juliane Scheel

 

[1] Storch, Maja, Krause, Frank, Selbstmanagement-ressourcenorientiert, Verlag Hans Huber,  2011, S. 232

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Juliane Scheel

Juliane Scheel ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin (M.A. Interkulturelle Kommunikation) und arbeitet als aktive Texterin und Lektorin sowohl im wirtschaftilchen als auch im akademischen Bereich. Zudem gibt sie Seminare und Schreibberatungen und ist damit zeitsprungs Fachfrau rund um die Themen Text und Kommunikation.

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