Effizienz durch Pausen

Führung & Unternehmenskultur Kathrin Scheel

Wie haben Genies ihre Zeit eingeteilt?

Unser Lesetipp vom 27.03.2015 aus dem Harvard Business Manager ist auf großes Interesse gestoßen. Von den 7 vorgestellten Tipps hatten wir bereits am 06.04.2015 den Hinweis zum konzentrierten Arbeiten aufgegriffen.

Heute geht es um das Thema aktive Pausengestaltung:

Die Genies von Beethoven bis Hemingway machten z.B. jeden Tag einen Spaziergang.

„Sören Kierkegaard zum Beispiel fand seine Gesundheitsspaziergänge so inspirierend, dass er sich hinterher oft noch mit Hut, Spazierstock und Regenschirm an seinen Schreibtisch setzte und wieder mit dem Schreiben begann. Charles Dickens war berühmt für seine dreistündigen Stadtbummel, die er jeden Nachmittag machte - und was er dabei beobachtete, ließ er anschließend gleich in seine Romane einfließen. Pjotr Iljitsch Tschaikowsky begnügte sich mit einem zweistündigen Spaziergang, von dem er aber niemals zu früh heimkehrte, denn er war überzeugt davon, dass es ihn krank machen würde, wenn er sich um seine vollen 120 Minuten brachte.
Auch Ludwig van Beethoven ging nach jedem Mittagessen längere Zeit spazieren, wobei er stets Papier und Bleistift bei sich trug für den Fall, dass ihn unterwegs die Muse küsste.“

Warum sind Pausen so wichtig?

Wir alle unterliegen einem ultradianen Leistungsrhythmus. Das heißt, mehrfach (ultra) am Tage (-dian) wechseln Hochleistungszeiten mit Zeiten abfallender Leistungsfähigkeit.

 

Im Durchschnitt dauert eine Leistungsperiode 90 bis 120 Minuten:

In dieser Zeit steigt der Aktivitäts- und Leistungsgrad, danach fällt er wieder ab. Spätestens nach 90 bis 120 Minuten sollte deshalb eine Pause (ultradiane Erneuerungsphase) erfolgen. Das bringt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sehr viel mehr als die Pause übergehen zu wollen und verbissen gegen das Leistungstief anzukämpfen.

Der angegebene Zeitraum von 90 bis 120 Minuten ist allerdings nur ein Richtwert. Tatsächlich ist der ultradiane Leistungsrhythmus sehr individuell und kontextabhängig.

Auf jeden Fall sollten auch Sie es den Genies nachtun und 

  1. einmal am Tag eine längere Pause einlegen (mindestens 45 – 60 Minuten)
  2. diese Pause AKTIV nutzen – Warum nicht auch bei einem längeren Spaziergang den Frühling genießen und sich inspirieren lassen?
  3. regelmäßig nach rd. 90 – 120 Minuten eine kürzere Pause – bitte offline! – einlegen. 10-15 Minuten reichen hier meist schon aus!

Wir wünschen viel Spaß beim Testen und gute Erholung!

 

 

Quellen und weiterführende Hinweise

 

Bildnachweis Titelfoto: Brian A Jackson/shutterstock.com

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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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