Der größte Feind der guten Vorsätze – und wie Sie ihn überlisten

Juliane Scheel

Dran bleiben - So setzte Sie Ihre guten Vorsätze im neuen Jahr um!

Sind gute Vorsätze noch zeitgemäß? Warum halten unsere guten Vorsätze meistens nicht?

Gute Vorsätze für das neue Jahr genießen ja nicht unbedingt den besten Ruf. Viele finden das altbacken, zu klischeehaft und überhaupt: Wenn Sie jemanden kennen, der im Fitnessstudio arbeitet, dann fragen Sie den mal. Der Januar ist der umsatzstärkste Monat; im Februar geht's dann genauso schnell wieder bergab. 
Und trotzdem: Ich liebe die Neujahrstradition, sich etwas vorzunehmen!. Weil wir uns einen Moment Zeit dafür nehmen müssen, uns zu überlegen, was uns wichtig ist, wo wir stehen und wo wir hinwollen. Und weil sie dem neuen Jahr eine klare Richtung geben.

Trotzdem muss ich zugeben, dass auch ich in der Vergangenheit meine liebe Not damit hatte, die vielen Vorsätze erfolgreich umzusetzen. Und zwar, weil ich sie einfach falsch gefasst habe! Seit mir das klar wurde und ich konsequent meine Strategie geändert habe, läuft es. Also: wie schaffen Sie es wirklich, ab jetzt und für immer 3 Mal die Woche joggen zu gehen und vom Abteilungsleiter zur Führungskraft aufzusteigen? Ich sage Ihnen, wie es geht: Sie brauchen dafür mehr als einen guten Vorsatz. Sie brauchen nämlich mindestens zwei Dinge.

1. Schritt: Sie benötigen eine Vision für Ihre guten Vorsätze!

Erstens benötigen Sie eine Vision. Die Vision ist quasi Ihr Überziel und dieses Überziel darf ruhig schön groß sein. Bleiben wir mal bei dem Beispiel, mehr Sport treiben zu wollen. Belassen Sie es nicht bei einem einfachen: Ich will mehr Sport treiben. Denn, mit Verlaub: das werden Sie nicht durchhalten. Um ab jetzt wirklich jeden zweiten Morgen in Ihre nagelneuen Sportschuhe zu schlüpfen und loszurennen, setzen Sie sich ein glasklares Ziel. Das könnte zum Beispiel sein: Im nächsten Jahr laufe ich den Halbmarathon. Oder, wenn Sie vielleicht nicht so der Wettkampftyp sind: Im September laufe ich einmal um den ganzen See. Oder eine Stunde am Stück durch den Wald. Oder was auch immer sich für Sie nach einem guten Ziel anfühlt.

Die Kunst bei der Visionsentwicklung für Ihren "guten Vorsatz" ist:

  • Das Ziel sollte so groß sein, dass Sie es jetzt noch nicht erreichen können.
  • Gleichzeitig muss es realistisch sein, dass Sie es – mit der entsprechenden Bemühung – in einem Jahr tatsächlich bewältigen können.

 

Machen Sie Ihre Vision verbindlich

Wenn Sie Ihre Vision gesetzt haben, machen Sie sie verbindlich. Melden Sie sich zum nächsten Marathon an oder erzählen Sie allen von Ihrem Vorhaben, im Herbst einmal um den See zu rennen. Wenn Sie dafür belächelt werden: Machen Sie sich nichts draus! Sie werden es trotzdem schaffen. Wichtig ist, dass Sie sich selbst ein wenig unter Zugzwang setzen und Ihr Vorhaben von einer fixen Idee zu einem festen Plan wird.

 

2. Schritt: Machen Sie sich einen Plan zur Umsetzung Ihrer guten Vorsätze - Zwischenziele sind das Geheimnis!

 

Und jetzt kommt noch ein sehr wichtiger Schritt, der oft vergessen wird: Machen Sie sich einen Plan! Setzen Sie sich kleine Zwischenziele, selbst wenn diese erst mal noch sehr weit entfernt sind von Ihrer Vision. Nehmen Sie sich zum Beispiel vor, diese Woche zehn Minuten am Stück zu laufen. In der nächsten machen Sie zwölf daraus. In einem halben Jahr schaffen Sie den halben See. Und so weiter. Das Setzen von Zwischenzielen ist so wichtig, weil Sie ZwischenERFOLGE benötigen. Wenn Sie sich nicht selbst beim Besserwerden zuschauen können, auf dem Weg keine festen Erfolge haben, die Sie abhaken können, werden Sie Ihre Sportschuhe schon bald wieder an den Nagel hängen. Wenn Sie aber immer den nächsten Schritt auf Ihrem Plan schaffen, wird Ihre Motivation hoch bleiben und sich wahrscheinlich noch steigern. Denn irgendwann werden Sie nicht nur glauben, sondern wissen: Ich kann das schaffen! Und dann werden Sie es auch schaffen.


Nehmen wir noch ein Beispiel aus dem Beruf, im Schnelldurchlauf: Gehen wir einmal davon aus, Sie setzen sich das Ziel, 2019 eine erfolgreiche Arbeitgebermarke für Ihr Unternehmen zu etablieren. Wie können Sie dann vorgehen? Nun, Sie können erst mal genau definieren, was Employer Branding für Sie bedeutet und – ganz wichtig – welchen Nutzen Sie daraus ziehen werden. Seien Sie auch hier unbedingt so bildlich wie möglich, die ganze Magie liegt im Detail! Sie könnten sich zum Beispiel vorstellen: Unser Team steht auf der nächsten Messe 100 %ig hinter unserem Unternehmen. Dadurch wirken unsere Mitarbeiter von innen heraus schon so überzeugend, dass unser Stand umringt ist von potentiellen Bewerbern. Oder: Dieses Jahr stehen wir auf Platz 1 der besten Arbeitgeber Deutschlands. Und dann überlegen Sie, welche Schritte Sie gehen müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Was macht die besten Arbeitgeber aus? Wie kriegen Sie Ihr Team auf Ihre Seite? Brechen Sie alles in kleine Teilziele herunter und vergessen Sie nicht, die Ziele so zu setzen, dass sie mit Erfolgen verbunden sind! Und dann haken Sie stetig einen Punkt nach dem anderen ab. Et voilá: Ehe Sie sich versehen, sind Sie am Ziel!

Übrigens: Falls Sie sich 2019 tatsächlich Ihrem Employer Branding widmen wollen, dann können wir Ihnen wärmstens unser aktuelles eBook Employer Branding ans Herz legen! Das wird Sie an die Hand nehmen und Sie mit viel Wissen und klaren Schritt-für-Schritt Anleitungen sicher ans Ziel führen. Hier geht’s direkt zum eBook Employer Branding.

 

Das ist KEIN Ziel

Noch etwas sehr Wichtiges zum Schluss: „Ich möchte in diesem Jahr eine Million Euro verdienen“, das ist kein Ziel! Nicht etwa, weil ich es nicht für möglich halte, sondern weil es viiiel zu unkonkret ist. Überlegen Sie sich stattdessen, WIE Sie die Million einfahren wollen und machen Sie daraus Ihr Ziel. Also zum Beispiel: Ich verkaufe 10.000 Onlinekurse. Damit können Sie arbeiten! Und das können Sie jetzt auch wieder herunterbrechen in kleine Teilziele. Also kurzum: Sie müssen Ihre Ziele am richtigen Ende anpacken, nämlich so, dass Sie daraus Aufgaben generieren können. Alles andere wird vermutlich im Sande verlaufen.


Und damit wünschen wir Ihnen ein wundervolles, wunscherfülltes neues Jahr und dass Sie all das erreichen, was Sie sich vornehmen! Haben Sie nur Mut, lassen Sie sich von Rückschlägen nicht aufhalten und gehen Sie beharrlich und mit offenem Geist Ihren Weg.

Wir wünschen Ihnen alles Gute dabei und freuen uns, wenn wir Sie ein Stück auf Ihrem Weg begleiten dürfen!

Ihre Juliane Scheel

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Juliane Scheel

Juliane Scheel ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin (M.A. Interkulturelle Kommunikation) und arbeitet als aktive Texterin und Lektorin sowohl im wirtschaftilchen als auch im akademischen Bereich. Zudem gibt sie Seminare und Schreibberatungen und ist damit zeitsprungs Fachfrau rund um die Themen Text und Kommunikation.

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