Der Blick in die Kerze

Kathrin Scheel

In unseren letzten beiden Blogbeiträgen haben wir uns mit den Grundpfeilern der Balance Bewegung und Ernährung beschäftigt.

Heute möchten wir uns der dritten Säule, der Entspannung, zuwenden. Nur allzu gut können viele von uns nach einer bewegten Vorweihnachtszeit und den auch immer von Aufregung begleiteten Weihnachtstagen ein wenig davon gebrauchen.

Die effektivste Art, unseren Zustand zu beeinflussen, ist die Atmung. Atemtechniken können wir überall ausführen, ob stehend, liegend oder sitzend, ob im Supermarkt, beim Treffen mit der Familie oder beim Fernsehen.

Wir haben im Folgenden einige Übungen für Sie zusammengestellt:

  1. Bewusst atmen – eine Übung zur Blitzentspannung
    Atmen Sie einmal ganz bewusst (es reichen hier schon 5-7 Atemzüge, damit Sie das Ergebnis spüren können) und konzentrieren sich nur auf Ihren Atem.
  2. Unterscheiden Sie zwischen Bauch- und Brustatmung! Üben Sie das erste Mal im Stehen, so können Sie am besten kontrollieren, ob Sie wirklich in den Bauch oder in die Brust atmen.
    • Wenn Sie tief und ruhig in den Bauch atmen, wölbt sich dieser beim Einatmen nach vorne. Wenn Sie die Hände locker auf den Bauch legen, sodass sich die Finger leicht berühren, gehen diese beim Einatmen für  ca. 2-3 mm auseinander. Die Bauchatmung entspannt das gesamte Zentralnervensystem – so bekommen Sie also schon nach ca. 1 Minute mehr Ruhe.
    • Atmen Sie nun in den Brustkorb (er hebt und weitet sich beim Einatmen und das Lungenvolumen erhöht sich dadurch). So erhalten Sie mehr Kraft.
    • Sie können auch beides kombinieren – und zwar für solche Momente, in denen Sie ruhig, aber gleichzeitig wach und gut konzentriert sein wollen: Atmen Sie 2-3 mal in den Bauch (zur Entspannung) – im Anschluss atmen Sie 1-2 mal in die Brust (so erhalten Sie wieder Kraft und Energie!)
  3.  Atempause
    Gerade wenn wir unter Stress geraten, neigen wir zu einer flachen Hechelatmung ohne Pause zwischen den Atemzügen. Genau hierauf kommt es aber an, denn in unserer natürlichen Atmung gibt es nach dem Ausatmen eine kleine Pause, in der gar nichts passiert.

    Nehmen Sie diese Pause einmal bewusst wahr – am besten, Sie stellen sich dabei hin. Atmen Sie ein (egal, ob Bauch- oder Brustatmung) und danach aus. Dann nehmen Sie den Moment wahr, in dem gar nichts passiert und folgen erst dem Impuls Ihres Körpers, wenn er wieder einatmen will.

  4. Viele von Ihnen werden die Adventskerzen noch haben. Nehmen Sie sich, wenn Sie  diese zwischen den Jahren anzünden, einmal eine Minute Zeit und schauen Sie in das Licht der Kerzen. Denken Sie dabei an gar nichts, genießen Sie diese kleine Pause zwischendurch, einfach so.

Diese kleinen Übungen haben einen großen Effekt  und Sie benötigen sehr wenig Zeit dafür. Regelmäßig angewandt, werden Sie schon nach einigen Atemzügen in den gewünschten Zustand kommen, denn körperliche Ruhe führt auch zu mentaler Entspannung.

Wir wünschen Ihnen gute Entspannung zwischen den Jahren!

Ihr zeitsprung-Team

 

Bildnachweis Titelfoto: 5PH/shutterstock.com

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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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