Aus der Praxis: Workshopanleitung "Weiterbildungswünsche erkennen und planen"

Personalentwicklung Juliane Scheel

employer branding, weiterbildung, mitarbeiterentwicklung
 
Wie versprochen wird es in dieser Woche ganz praktisch und wir schenken Ihnen eine komplette Workshopanleitung, die Sie sehr gerne dazu nutzen können, um Weiterbildungswünsche Ihrer Mitarbeiter aufzudecken und entsprechende Maßnahmen zu planen. Für die Workshopumsetzung müssen Sie nur etwa 1,5 Stunden einplanen, sodass Sie das unkompliziert in Ihren
Alltag integrieren können. Und nun möchte ich gar nicht viel mehr Worte verlieren, sondern wünsche Ihnen viel Spaß bei der Umsetzung!
 
 

Workshop-Anleitung "Weiterbildung"

  • Zielsetzung:
    Ziel des Workshops ist es, die Weiterbildungswünsche Ihrer Mitarbeiter sichtbar zu machen sowie Maßnahmen zur Umsetzung zu entwickeln. 
  • Wirkweise des Workshops:
    Die Teilnehmer erarbeiten im ersten Schritt ihre persönlichen Wünsche in Sachen Weiterbildung. Anschließend wird geschaut, inwiefern diese Wünsche schon intern durch Impuls-Workshops, Vorträge durch Ihre Mitarbeiter etc. abgedeckt werden können. Sie greifen aber auch die Bedürfnisse auf, die eine externe Schulung erfordern. 
  • Relevante Themenstellungen:
    Bewusstmachen von Mitarbeiterwünschen bezüglich ihrer Weiterbildung
    Strukturierung dieser Wünsche
    Umsetzungsplanung
  • Teilnehmerzahl: 3–20 Personen
  • Ihre Zeitinvestition: 1,5 Stunden

 

Ablauf des Workhops 

 

1. Begrüßung der Teilnehmer

2. Übung zur Einstimmung (Einzelarbeit)

Zur Einstimmung auf das Thema können Sie die Teilnehmer zur folgender Übung einladen:

Verteilen Sie Metaplankarten und laden Sie die Teilnehmer ein, alles aufzuschreiben, was sie im Leben schon einmal lernen wollten – ganz unabhängig von dem Beruf, den sie heute ausüben. Lassen Sie die Teilnehmer dabei ruhig in ihre Kindheit zurückgehen und auch alle außerberuflichen Lernwünsche einbeziehen.

Zeit: maximal 10 Minuten 

 

3. Kurze Einführung in das Thema (Vortrag im Plenum)

Zeit: 10 Minuten maximal

 

4. Nageln Sie das Thema fest

Weisen Sie noch einmal auf das spezifische Thema für den heutigen Workshop hin: Es geht um die Exploration der Wünsche Ihrer Mitarbeiter in Bezug auf die Weiterbildung, die Strukturierung der Anliegen sowie die Planung erster Maßnahmen zur Umsetzung.

Zeit: 5 Minuten

 

5. Angebot & Nachfrage (Kleingruppenarbeit)

Teilen Sie die Gruppe in Kleingruppen auf (max. 5-6 TN pro Gruppe). Günstig sind 3 Gruppen. Wenn Sie ein kleines Team haben, gehen nur jeweils 3 TN in eine Gruppe).

Jeder TN schaut nun noch einmal auf seine Arbeit zu Übung 1 und überlegt, welcher Nutzen sich aus dem jeweiligen Lernwunsch für seine berufliche Entwicklung ergeben könnte.

Auf Metaplankarten (z.B. in gelb) werden in der Gruppe alle Wünsche gesammelt – jeweils ein Wunsch pro Metaplankarte. 

Auf Karten einer anderen Farbe (z.B. blau) sammelt die jeweilige Kleingruppe alles, was sie an Weiterbildungen in ihrem Team anbieten könnte und in welcher Form (z.B. Impulsvortrag, Workshop, Seminarreihe, Einzelunterricht).

Zeit: 15 Minuten

 

6. Ideensammlung (im Plenum)

Die TN treffen sich wieder im Plenum und jede Gruppe präsentiert für ca. 5 Minuten ihre Angebote und Nachfragen an zwei unterschiedlichen Metaplanwänden. Ab der zweiten Gruppe kann bereits mit dem Clustern begonnen werden. Das heißt, dieselben oder ähnliche Themenkomplexe werden den bereits an der Wand hängenden Themen zugeordnet.

Zeit: 20 Minuten

 

7. Umsetzungsplanung (im Plenum)

Teilen Sie nun Ihre Metaplanwand in 3 Abschnitte:

  • Wenn Ihr Team sehr viele Wünsche gesammelt hat, ist es sinnvoll, eine Priorisierung Ihrer ersten Aktivitäten vorzunehmen.
  • Jeder Teilnehmer erhält wieder 3 Stimmen, die er nach Belieben verteilen kann. Sie starten mit den Projekten, die die meisten Stimmen erhalten haben.  
  • Bitte heben Sie die anderen Vorschläge auch auf. Es sind wertvolle Gedanken, die sich Ihre Mitarbeiter gemacht haben und ein schrittweises, aber stetiges Vorgehen hat sich in der Praxis mehr als bewährt.

Zwei Dinge, die Sie beachten müssen:

  • Erstens: Legen Sie für die Planung persönlich Verantwortliche fest! Ein „wir kümmern uns“ führt in der Regel dazu, dass die Dinge im Sande verlaufen. 
  • Zweitens: Sorgen Sie für Nachhaltigkeit! Verfolgen Sie die Umsetzung der getroffenen Vereinbarungen. Werfen Sie mindestens einmal pro Monat einen Blick auf Ihren Weiterbildungsplan und nehmen Sie die nächsten Schritte in Angriff. So bleiben Sie am Ball! Wenn ohnehin am Ende alles wieder in Vergessenheit gerät, hat sich der Aufwand nicht gelohnt. 

Die Nicht-Umsetzung getroffener Vereinbarungen ist übrigens einer der häufigsten Vorwürfe, die Mitarbeiter ihren Führungskräften machen. Die Folge ist eine den Berg hinuntergehende Motivation Ihrer Mitarbeiter.  Achten Sie deshalb unbedingt auch auf die Verwirklichung der Ideen.

Zeit: 25 Minuten

 

8. Abschluss des Meetings & Feedback durch die Teilnehmer

Zeit: 5 Minuten

 

Wir freuen uns natürlich über Erfahrungen mit der Umsetzung des Workshops, hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar!
 
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Juliane Scheel

Juliane Scheel ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin (M.A. Interkulturelle Kommunikation) und arbeitet als aktive Texterin und Lektorin sowohl im wirtschaftilchen als auch im akademischen Bereich. Zudem gibt sie Seminare und Schreibberatungen und ist damit zeitsprungs Fachfrau rund um die Themen Text und Kommunikation.

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