Von großen Ziele - und wie Sie dort auch wirklich ankommen

Kathrin Scheel

Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.“ Marie von Ebner-Eschenbach

So viel steckt in uns. Alles, eigentlich. Aber wir brauchen klare Ziele, müssen wissen, was wir wollen. Denn ansonsten passiert unser Leben uns einfach. Dann haben wir keine Kontrolle. Dann gehört unser Leben nicht uns, sondern wir gehören unserem Leben. Zu wissen, was wir eigentlich wollen, ist also der erste Schritt in Richtung eines erfüllteren, zufriedeneren Lebens. Und gibt es eine bessere Zeit, um sich Ziele zu setzen, als das Jahresende?

Natürlich ist das Setzen von Zielen nur der erste Schritt. Ist das geschafft, dann müssen wir vor allem an einem arbeiten: Uns selbst zu glauben, dass wir sie auch umsetzen können.

 

Groß denken

„Think big“, das kennen Sie sicherlich. Und ich persönlich denke auch, dass das genau der richtige Weg ist. Geben Sie sich bloß nicht mit zu wenig zufrieden! Alles ist möglich. Aaaaber: Sie müssen Ihre Ziele richtig setzen, sonst führt Sie das große Denken zu Frustration und Resignation. Weil Sie dann höchstwahrscheinlich zu viel auf einmal und am liebsten auch noch alles sofort wollen. Das geht natürlich nicht. Und wer auch immer das Gegenteil behauptet (das sind ja sehr viele heutzutage) versucht Sie höchstwahrscheinlich mit unseriösen Angeboten zu ködern.

Weil, Hand auf's Herz: Sie werden den Umsatz Ihres Unternehmens nicht von heute auf morgen verzehnfachen. Und auch, wenn es manchmal so aussieht, als hätte jemand „Erfolg über Nacht“: Wenn Sie hinter die Kulissen schauen, dann werden Sie immer feststellen, dass dieser einen, scheinbar schicksalshaften Nacht mindestens 1001 arbeitssame Tage (und wahrscheinlich auch einige Nächte) vorausgegangen sind, die sich nun auszahlen.

All das soll Sie jetzt aber nicht davon abhalten, Ihre Ziele ganz oben anzusetzen, im Gegenteil! Denn das Geheimnis des Erfolgs ist schnell gelüftet: Sie müssen dafür sorgen, dass Sie sich selbst glauben, dass Sie Ihre Ziele, egal wie groß, auch erreichen werden. Und es wird Ihnen wahrscheinlich nicht leicht fallen, ad hoc von Herzen zu glauben, dass Ihr Unternehmen schon in wenigen Wochen Millionenumsätze macht. Dass Sie genug Geld zur Verfügung haben werden, um Ihre Mitarbeiter zum Teamevent nach Lissabon einladen zu können. Vielleicht haben Sie noch nicht mal ein eigenes Team und all das scheint noch unendlich weit weg. Das ist o.k.. Denn es gibt IMMER einen nächsten Schritt, eine nächste Stufe zum großen Ziel, die machbar ist. Ein nächstes Zwischenziel, von dem Sie sich selbst glauben können, dass Sie es erreichen werden.

 

Im Kleinen handeln

Sie müssen sich also zwei Arten von Zielen setzen: Einmal die ganz Großen. Die, die jetzt noch unerreichbar scheinen. Und dann die kleinen, die Zwischenziele. Und diese kleinen sollten zwei Bedingungen erfüllen:

  1. Sollten die kleinen Ziele in Richtung der Großen ausgerichtet sein. Es ist im Grunde egal, wo Sie starten; wenn die Richtung stimmt, dann werden Sie ankommen. Sie können gar nicht anders. Wenn Sie also der beste Arbeitgeber Deutschlands werden wollen, Ihr Team aber gerade mal aus drei Mitarbeitern besteht, ist das wunderbar so. Etablieren Sie gemeinsam mit Ihren drei Mitarbeitern eine gute Unternehmenskultur, setzen Sie kleine Maßnahmen um. Die Möglichkeit zum Homeoffice, Entscheidungsspielraum und Mitspracherecht für Ihre Mitarbeiter, der Obstsalat in der Mittagspause, das gemeinsame Freitagsfrühstück zum Wochenausklang. Alles scheinbare Kleinigkeiten, die aber eine große Wirkung auf das Wohlbefinden und damit auch die Motivation Ihrer Mitarbeiter haben werden. Was mit großer Wahrscheinlichkeit zu wirtschaftlichem Wachstum führen wird, was wiederum zur Folge haben kann, dass Ihr Team bald wächst. Also, Schritt 1: Richten Sie Ihren Kompass aus.

Und 2.: Während Ihre großen Ziele ungreifbar groß sein dürfen, müssen die kleinen unbedingt erreichbar sein. Sie brauchen Erfolge auf Ihrem Weg, ansonsten werden Sie früher oder später die Motivation verlieren. Sie müssen sehen können, dass es voran geht, sonst ist Frustration garantiert – und verständlich. Denn wer hat schon Spaß an seiner Arbeit, wenn es nur Rückschläge gibt? Rückschläge gehören natürlich zum Unternehmertum dazu, aber wenn Sie einen Schritt zurückgehen und sich das Gesamtbild einmal anschauen, dann sollten die Erfolge immer die Misserfolge überwiegen. Oder, mit Pippi Langstrumpf gesprochen: „Die Wurst muss immer dicker sein als das Brot.“

Gehen Sie Ihre Ziele einmal durch, am besten mit Zettel und Stift. Und dann sortieren Sie sie, die großen und die kleinen und fragen Sie sich immer: Wie kann der nächste Schritt aussehen? Lassen Sie die nächste Etappe ruhig eine kleine Herausforderung sein, aber eine machbare. Und dann in kleinen, großen Schritten immer Richtung Ziel. Immer nach vorne oben.

Wenn Sie mit Ruhe und Vertrauen ins neue Jahr starten wollen, dann kommen Sie gerne am 13.12.2018 zu unserer Weihnachtsfeier! Zur Einstimmung werden  Marie Schönitz und Nora Frick Sie in den Zauber der Rauhnächte einweihen. Und im Anschluss wird gefeiert. Beide Veranstaltungen sind für Sie kostenfrei; wer möchte, kann mit einer kleinen Spende ein Berliner Obdachlosenprojekt unterstützen.

 

Wir freuen uns auf Sie!

 

Ihre Kathrin Scheel

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Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

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