frag zeitsprung #4: Stressvoll oder besinnlich – wie ist Ihre Adventszeit?

Kathrin Scheel

Frag Zeitsprung - Reihe von zeitsprung - Fragen an Kathrin Scheel

 

An jedem ersten Montag des Monats beantworten wir Ihre Fragen rund ums Unternehmen. Ob es um Führung, Kommunikation, Motivation, Neugier & Innovation oder um Employer Branding geht – Sie schicken uns Ihre brennende Frage an info@zeitsprung-c2.de Wir greifen sie in unserem Blog auf.

 

Ein besinnliches Weihnachtsfest – nur eine hohle Phrase oder mehr?

"Es weihnachtet. Geschäfte, Straßen und Wohnungen sind dekoriert und dennoch: so richtig will sich ein Gefühl für Weihnachten noch gar nicht einstellen. Zu groß war die Hektik der letzten Monate, das Jahr ist verflogen wie nichts und zum Jahresende türmen sich die Aufgaben noch einmal. Wie ist da Besinnlichkeit möglich?" Das fragte uns unsere Teilnehmerin Angelika Herrmann in einem der letzten Workshops zum Thema Selbstmanagement.

 

zeitsprung antwortet:

Liebe Frau Herrmann, haben Sie vielen Dank für Ihre Frage, die sehr viele Menschen beschäftigt und die wir deshalb gerne in unserer Rubrik „Frag zeitsprung“ aufgegriffen haben. Und um ganz ehrlich zu sein: auch bei zeitsprung laufen die Motoren zum Jahresende noch einmal auf Hochtouren.

 

Was heißt eigentlich Besinnlichkeit?

Ich bin bei meinen Recherchen auf viele Versuche einer Definition gestoßen, eine eindeutige habe ich nicht gefunden. Am besten gefallen hat mir diese: Besinnlichkeit ist eine stimmungsvolle Zeit, in der Menschen zur Besinnung kommen. Das wäre schön, meinen Sie? Im Urlaub gelingt mir das manchmal, aber in der Vorweihnachtszeit?

Ja, Sie haben Recht und fest steht auch: an den äußeren Bedingungen, die uns oft eine Menge abverlangen, können wir nichts ändern. Was wir aber ändern können, ist die Art, wie wir mit den äußeren Bedingungen umgehen.

Wir haben im folgenden einige Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie - gerade in stressvollen Zeiten - sich Momente der Besinnlichkeit schaffen können.

 

Tipps 1: Denken Sie Ihr Denken um

Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“ sagte Marcus Aurelius. Und es stimmt: Unser Denken beeinflusst unser Fühlen und unser Verhalten - positiv oder einschränkend.

Wie eingangs erwähnt, können Sie an den äußeren Bedingungen Ihrer Vorweihnachtszeit nur bedingt etwas ändern. Letztendlich aber bestimmen nicht die Dinge, die um uns herum geschehen, sondern die Bedeutung, die wir ihnen geben, unser Denken, Fühlen und Handeln.

Geben Sie deshalb Ihren Gedanken eine andere, positive Richtung:

  1. Fragen Sie sich zum Beispiel: Was ist gut daran, dass ich viel zu tun habe? Was ermöglicht mir das?
  2. Über welche Ressourcen verfüge ich, dass ich meinen Alltag stemme? Worauf bin ich besonders stolz?
  3. Für welche Aufgaben bin ich besonders dankbar?

 

Tipp 2: Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf schöne Dinge

Fangen Sie mit kleinen Momenten an. Sie wissen ja: es sind immer viele kleine Schritte, die zu großen Veränderungen führen. Hier ein paar Beispiele:

  • Sie sitzen im Zug auf einer Geschäftsreise – es ist noch früh am Morgen und statt zu denken, welche Aufgabenberge Sie heute an Ihrem Zielort erwarten, schauen Sie aus dem Fenster und sehen, wie es hell wird. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und verfolgen Sie, wie Bäume und Sträucher und Wiesen aus dem Dunkel treten. Genießen Sie den Moment.
  • Sie stehen im Supermarkt in der Schlange und statt entnervt zu denken, dass es gar nicht vorwärtsgeht, beobachten Sie ein Kind, das seiner Mama aufgeregt und mit leuchtenden Augen von seinen Weihnachtswünschen erzählt.
  • Sie gehen zum Weihnachtsgeschenke kaufen in ein Geschäft und statt sich über zu viele Menschen auf zu engem Raum und Gedudel aus den Lautsprechern zu ärgern, suchen Sie ein Detail der Dekoration, an dem Sie sich erfreuen.

 

Tipp 3 – Genießen Sie täglich und besinnen Sie sich

Das hört sich schön und gut an, sagen Sie, aber dafür brauche ich Zeit. Und diese habe ich nicht – erst recht nicht in der Weihnachtszeit. Gerade jetzt ist aber ein guter Zeitpunkt, sagen wir.

Denn: gerade in Zeiten großer Herausforderungen tut es uns gut, ruhige Momente zu genießen.

Fangen Sie auch hier wieder in kleinen Schritten an:

  • Machen Sie sich zum Beispiel ein gemütliches Frühstück und zünden eine Kerze an. Wenn Sie fertig sind, bleiben Sie noch 1-2 Minuten sitzen und schauen in die Kerze – einfach so.
  • Genießen Sie ganz bewusst – sei es das Glas Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, den Gänsebraten oder das Stück Weihnachtsstolle.
  • Lassen Sie sich am Abend ein wohltuendes Bad ein und genießen Sie es!

 

Schauen Sie, dass Sie täglich eine kurze Zeit Ihres Tages genießen, 1-2 Minuten sind schon hilfreich!

Das Gute: Wenn Sie tatsächlich dreimal täglich 1-2 Minuten Ihre Aufmerksamkeit bewusst auf die schönen Dinge lenken, werden ihnen wie von selbst noch viel mehr besinnliche Momente über den Weg laufen.

 

Und zu guter Letzt:

Tipp 4 – Verschenken Sie Besinnlichkeit

Behalten Sie Ihre Besinnlichkeit nicht für sich. Überlegen Sie, welches Geschenk der Besinnlichkeit Sie in der Vorweihnachtszeit Ihren Lieben, Ihren Kollegen und Ihren Freunden machen können. Gemeinsamer Genuss ist doppelter Genuss!

 

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Vorweihnachtszeit und wenn Sie Fragen haben rund um das Thema Führung, Teamentwicklung, Neugier & Innovation, Employer Branding, Selbstmangement ... – fragen Sie uns! Wir greifen Ihre Fragen gerne auf.

Ihre Kathrin Scheel
& das Team von zeitsprung

 

Keinen Blogbeitrag mehr verpassen

Kathrin Scheel

Kathrin Scheel ist Management Executive Coach (ECA), Lehrcoach und Lehrtrainerin (ECA) sowie Trainerin für Führung & Entwicklung. Und sie ist Mitgründerin von zeitsprung. Ihr sind die Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen sowie deren Entwicklung sehr wichtig.

Zurück

Kommentare